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Vielfalt im Stadtteil

Kaum sind die Klänge der Steeldrums verhallt, setzt auch schon ein Chor aus Russlanddeutschen mit deutschen Volksliedern ein, der wiederum von einer südafrikanischen Tanzgruppe abgelöst wird.

Vor der Bühne des Oesterholzstraßenfests konnte man am Sonntag leicht das Gefühl bekommen, zu einer Weltreise aufgebrochen zu sein. Dabei war man nur zu Gast in einer einzigen Nachbarschaft, die zeigte, wie vielfältig eine Heimat sein kann. Zum fünften Mal feierte das Viertel das vom Gewerbeverein Borsigplatz organisierte Fest. Dessen Vorsitzende Marlies Nordhoff zeigte sich stolz auf das bunte Angebot: «Das sind alles Gewerbetreibende und Vereine hier aus dem Viertel, keine Schausteller von auswärts.» Die große ethnische Vielfalt im Stadtteil ermöglichte nicht nur das abwechslungsreiche Bühnenprogramm, sondern auch ein breites kulinarisches Spektrum, von türkischen über portugiesische bis hin zu afrikanischen Spezialitäten. Einige Ladenbesitzer des Viertels hatten ebenfalls Stände aufgebaut, präsentierten Teile ihres Sortiments. Aller Vielfalt zum Trotz stellen jedoch im Gewerbeverein immer noch die Deutschen die deutliche Mehrzahl der 32 Mitglieder. Doch Marlies Nordhoff hofft, dass in Zukunft auch mehr Menschen mit Migrationshintergrund Mitglied werden, um das Wir-Gefühl zu stärken. «Wir wollen zeigen, dass das hier ein lebens- und wohnenswertes Viertel ist», sagte sie. Auch das Quartiersmanagement leistete seinen Beitrag dazu, indem es die Einwohner zur aktiven Mitgestaltung aufrief. Mit Klebepunkten konnten die Besucher auf einem Stadtplan markieren, welche Orte im Stadtteil ihnen bereits gut gefallen und wo sie dringenden Handlungsbedarf sehen. SEN

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