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Viel Platz für Private im neuen FZW

Die Wogen haben sich geglättet um das neue Freizeitzentrum West (FZW) an der Ritterstraße. Und der Verein für Unabhängige Kulturarbeit setzt weiter auf die Zusammenarbeit mit der privaten Musikwirtschaft. Die hatte in Form des Interessenverbandes Dortmunder Musikwirtschaft (Idom) vor Wochen heftig Front gemacht gegen das Betriebsmodell für das neue FZW mit der Arbeiterwohlfahrt und dem VUK als Träger-Organisationen. Der Vorwurf: Der subventionierte Musikbetrieb im vergrößerten Freizeitzentrum mit bis zu 1300 Plätzen in einer großen Konzerthalle grabe privaten Veranstaltern das Wasser ab. Ruf erhalten Völlig falsch, finden Jürgen Classen und Thomas Falke vom VUK-Vorstand. «Es war nie beabsichtigt, dass wir in der großen Halle das komplette Programm machen», stellen sie klar. Allenfalls ein bis zwei eigene Termine im Monat seien geplant. Zu mehr als 80 Prozent sollen Fremdveranstalter die Konzerthalle bespielen. Was bleibt, ist eine «inhaltliche Kontrolle» über das Programm, die man in einem gemeinsamen Trägerverein mit der AWO ausüben wolle. «Denn der Charakter und der Ruf des FZW sollen weiter bestehen bleiben.» Der Markt dafür ist vorhanden, sind die VUK-Macher überzeugt. «Der Bedarf nach einer solchen Konzerthalle ist riesengroß. Es gibt genug Bands aus dem Alternativbereich, die eine Kapazität zwischen 800 und 1500 Plätzen brauchen», weiß Falke. Der VUK wolle sich mit seinen eigenen Veranstaltungen dagegen auf den Clubraum im neuen FZW konzentrieren, der mit Platz für bis zu 350 Leute annähernd dem alten FZW-Saal am Neuen Graben entspricht. Und dort soll weiterhin die Jugendkulturarbeit, die Idom-Vertreter dem Verein in Abrede gestellt hatten, gepflegt werden. Etwa mit Beratung und Workshops für junge Bands. «Das soll es künftig sogar verstärkt geben», betonen Falke und Classen. Klar getrennt wollen die VUK-Leute deshalb auch die Finanzierung betrachten. Die Förderung der Stadt für zwei Jugendamts-Mitarbeiter und den Betriebskosten-Zuschuss über zusammen 292 000 Euro pro Jahr fließe nicht in den kommerziellen Bereich mit der großen Halle, sondern in die Jugendarbeit. Darüber hinaus finanziere sich der Verein über das erwirtschaftete Eintrittsgeld und den Getränkeverkauf in der FZW-Gastronomie, die die AWO bewirtschaftet. «Alle Gewinne fließen so zurück ins Haus», bilanziert Falke. Gesprächsangebot Alles in allem ein Konzept, mit dem auch die privaten Veranstalter leben könnten, glaubt der VUK-Vorstand. In jedem Falle habe man der Idom schon vor Wochen ein Gesprächsangebot gemacht und inzwischen erneuert. Terminprobleme hätte bislang ein Treffen verhindert. Classen: «Wir haben ein großes Interesse, dass der Streit vom Tisch kommt.» Schließlich soll noch in diesem Sommer der Neubau des FZW an der Ritterstraße starten - und im Frühjahr nächsten Jahres gefeiert werden. Mit möglichst vielen privaten Veranstaltern. Oli Mit dem Thema «FZW» befasst sich die Bürgersprechstunde der CDU in der BV Innenstadt-West am Mittwoch (13. 6.) um 14.30 Uhr im Rathaus, Raum 302.

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