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Unter Volldampf

Sechs Jahre ist es nun schon her, dass in Dortmund der letzte Stahl gekocht wurde. Für die Dortmunder Eisenbahn (DE) war das ein einschneidendes Ereignis.

Mit dem Abschalten des letzten Hochofens auf Phoenix Ost verschlechterte sich nämlich die Auftragslage des Unternehmens dramatisch. Transportierte die DE bis dahin noch 40 Mio. Tonnen Güter pro Jahr, brach das Geschäft nach dem Hoesch-Rückzug ein.

«Unsere Transportleistung ging auf 15 Mio. Tonnen zurück», erinnert sich Hartmut Hutschenreiter (65). Eine «schwierige, aber auch interessante Zeit», an die der DE-Chef, der gestern im Alten Hafenamt in seinem «wohlverdienten Ruhestand» verabschiedet wurde, trotzdem gern zurückdenkt.

Erst mit der Mehrheitsübernahme durch die private Güterbahn Veolia Cargo kehrte bei der Dortmunder Eisenbahn wieder Ruhe ein. Im vergangenen Jahr beförderte die DE mit 32 Triebfahrzeugen und 564 Waggons 18,6 Mio. Tonnen Güter. Zudem erwirtschaftete das Unternehmen mit 189 Mitarbeitern (in Hoch-Zeiten waren es noch über 1000) einen Umsatz von 29,1 Mio. Euro.

Der neue Chef der Dortmunder Eisenbahn und DE-Infrastruktur GmbH, Wolfgang Franz, setzt in der Führung auf Kontinuität. Der 52-Jährige war zuletzt Abteilungsleiter «Fahrbetrieb Schiene».

Für die Grundauslastung sorgen zwar «werksinterne Transporte». Gleichwohl lasen sich dadurch nicht die Wachstumsvorgänge von jährlich zehn Prozent erreichen. Zusätzliches Geschäft erhofft sich Franz u.a. durch den Transport von Importkohle. «Die Nachfrage boomt.» Grund: der deutsche Steinkohle-Bergbau reduziert seine Fördermengen. «Das wird dazu führen, dass mehr Importkohle zur Versorgung der hiesigen Kraftwerke benötigt wird. Von diesem Geschäft wolle sich die Dortmunder Eisenbahn eine große Scheibe abschneiden. ar

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