Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Umweg oder nicht?

Wie soll das riesige, 450 Hektar große und nur noch in Teilen industriell genutzte Gelände der Westfalenhütte als Zukunftsstandort verkehrlich erschlossen werden - ohne die benachbarten Stadtbezirke über Gebühr zu belasten?

Das Verkehrskonzept der Verwaltung, das sich in der politischen Beratung befindet, wird vor Ort kontrovers diskutiert. Die SPD-Ratsfraktion im Ausschuss für Stadtgestaltung machte sich gestern bei einer zweistündigen Bustour selbst ein Bild von den neuralgischen Punkten.

Die Verkehrsplanung für das größte zusammenhängende Industriegebiet in der Region fußt auf dem städtebaulichen Konzept für die Neuentwicklung der Westfalenhütte. Danach sollen drei Straßenverbindungen auf dem weitgehend geräumten Gelände entstehen.

Die wichtigste ist die so genannte Nordspange - eine Gewerbestraße, die von der Brackeler Straße östlich des Hoeschparks den Verkehr in Richtung Norden bis zur Bornstraße führen soll. Von dort soll es weitergehen über Lindenhorst bis zur Emscherallee in Huckarde. Laut Verkehrsplaner könnte die Nordspange allein an der Einfahrt zum Borsigplatz mit der Feinstaub-Messstelle an der Brackeler Straße für eine Halbierung der Verkehrsbelastung sorgen, allerdings erst, wenn die Trasse komplett bis Huckarde in Betrieb ist - frühestens im Jahr 2016.

Entlastung für angrenzende Wohngebiete in Eving, Kirchderne und Scharnhorst erhoffen sich die Planer auch von zwei weiteren neuen Straßenverbindungen über die Westfalenhütte: eine zweite Trasse südlich und parallel zur wieder geöffneten Springorumstraße (die Werksstraße bleiben soll) zwischen Borsigplatz und B 236-Auffahrt und eine Verlängerung der Feineisenstraße nach Osten. Diese soll nicht mehr, wie im Flächennutzungsplan vorgesehen, direkt über die Fläche zur B 236 geführt werden, sondern über einen Umweg bis zur Straße Im Karrenberg und über eine verlegte Rüschebrinkstraße. Das hätte den Vorteil, dass die Fläche nicht durchschnitten würde - und die Stadt mehr öffentliche Gelder für eine in jedem Fall notwendige Brücke über die Eisenbahnschienen bekäme, so Planungsamtsleiter Ludger Wilde.

Flächennutzungsplan

Doch die Bezirksvertretung in Scharnhorst, die eine zunehmende Verkehrsbelastung u.a. für Kirchderne fürchtet, pocht auf den Flächennutzungsplan und auf die direkte Anbindung der Feineisenstraße zur B 236 quer über die Fläche. Das wollen die Bezirksvertreter in Eving wiederum nicht, weil sie die Bayrische Straße dadurch zu sehr vom Verkehr belastet sehen. Sie fordern, dass die Bayrische Straße für den LKW-Verkehr gesperrt und der Bau der Nordspange durchgehend bis zur L 609 n/Lindberghstraße fortgetrieben wird.

Die Bezirksvertreter der Innenstadt-Nord sehen die Gefahr, dass sich mit Öffnung der Springorumstraße der Verkehr auf der Oesterholzstraße laut einer Untersuchung verdreifacht, und fordern, die Oesterholzstraße dann für den LKW-Verkehr zu sperren.

Die Verwaltung, so Wilde, will im Spätsommer oder Herbst die Politik wissen lassen, welche Variante aus ihrer Sicht weitergeführt werden soll. ko

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Dortmund Mehrere Personen sind am späten Sonntagabend in der Dortmunder Nordstadt aneinandergeraten. Am Ende musste eine Person schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden.mehr...

LTE-Ausbau in Dortmunder U-Bahn

DSW21-Kunden surfen bald unterirdisch schneller

DORTMUND In Dortmunds U-Bahnen kann man per Smartphone telefonieren und im mobilen Internet surfen – nicht selten verschwindet aber irgendwann der Empfang. Nun soll das Netz ausgebaut werden. Ohne, dass es die Steuerzahler etwas kostet.mehr...

Dortmund Für das geplante Kinderhospiz in Westrich wird ein Name gesucht – die Jury bekommt gut zu tun: 155 Vorschläge sind schon eingegangen. Die Initiatorin des Hospizes freut sich zudem über weiteres Engagement.mehr...