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Überquellende Lebensfreude aus Südafrika

Konzert der Martin-Luther-Kantorei

Kirchderne Auf ihrer Konzertreise durch Deutschland gastierte die Martin-Luther- Kantorei aus dem südafrikanischen Lebowakgoma auch in der St. Dionysius-Kirche. Schon der Auftakt der 30 sehr überzeugenden Stimmen war grandios. Musik, vorgetragen in der Muttersprache ihres Landes, in der sich auch die Urformen der Gospel- und Spiritualmelodien wiederfanden, verrieten den Zuhörern, wie die Musik einst entstanden ist. Sklaven brachten sie auf den amerikanischen Kontinent. Der Chor unter der Leitung von Dean Mokebe Mminele hatte in seinem Repertoire auch Kompositionen in lateinischer, englischer oder deutscher Sprache. Doch der Reiz für die zahlreichen Zuhörer lag doch eher in den unbekannten Melodien und Texten. Hier erklangen Lob und Dank an den Schöpfer sowie das Bitten für den guten Weg in die Zukunft. Nur ein kurzer Wink des Dirigenten genügte dem Chor, ohne weitere Zeichengebung mühelos die afrikanischen Kirchengesänge vorzutragen. Schöne Solostimmen unterstützten dabei den anspruchsvoll singenden Chor. Einem grandiosen Forte folgte ein sehr schön getragenes Piano. Und nach dem geballten Lobpreis an Gott klang dieser Festgesang mit einem wunderschönen Diminuendo aus in ein gehauchtes Pianissimo. Bemerkenswert ist die überquellende Lebensfreude der Künstler, die sie an ihre Zuhörer weitergeben. Sie winken mit den Armen, klatschten rhythmisch die Takte oder schreiten wie auf einem fernen Pfad. Und diese Choreographie übertrug sich auf die Zuhörer, so dass jeder Konzertbesucher selbst «in Bewegung» geriet. WeFi

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