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Tschaikowsky im Originalklang

Tschaikowskys 6. Symphonie? Schon Dutzende Male gehört? Egal. So wie am heutigen Montag im Philharmonischen Konzert haben Sie die Pathetique wahrscheinlich noch nie erlebt. Denn mit Bruno Weil, dem künstlerischen Leiter der Cappella Coloniensis, steht nicht nur ein besonders renommierter Dirigent, sondern vor allem ein Meister der historischen Aufführungspraxis am Pult der Dortmunder Philharmoniker.

"Mich interessiert nur das, was der Komponist wollte", gibt der 57-Jährige als sein Credo aus. Dazu gehört, dass Weil - um dem "Originalklang" möglichst nahe zu kommen - nicht die übliche Partitur, sondern das Original-Manuskript Tschaikowskys verwendet. Tschaikowskys dramatisches letztes Werk wird so vom Ballast und Schwulst der Romantik befreit. Keine "Klangorgie", kein Vibrato, kein Verwischen, sondern klare Linien, verspricht Weil. Und ist nach den ersten Proben in Dortmund "begeistert", von der "enormen Bereitschaft des Orchesters", sich darauf einzustellen.

Mit vielen großen Orchestern der Welt hat Weil, einer der letzten Meisterschüler von Hans Swarowsky und bis 2001 Generalmusikdirektor in Duisburg, schon gearbeitet. Mit den Dortmunder Philharmonikern nun allerdings zum ersten Mal. Und auch im Konzerthaus erlebt er seine Premiere.

Nicht minder interessant als die Pathetique versprechen die anderen Werke des 2. Philharmonischen Konzerts zu werden. Die Collage über B-A-C-H von Arvo Pärt schlägt einen Bogen von der Alten Musik in die Gegenwart. Das Konzert für Flöte, Harfe und Orchester von Mozart mit den Solisten Henrik Wiese (Flöte) und Anne-Sophie Bertrand (Harfe) schlägt schließlich die Brücke zu Tschaikowsky, der großer Anhänger des Salzburger Meisters war. Schließlich will Weil am Ende zeigen, wie viel Mozart in Tschaikowskys Meisterwerk steckt. Oli

8., 9., 10. Oktober, 20 Uhr, Konzerthaus, Brückstr. 21, Karten: unter Tel. 50- 27 222.

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