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Therapie wirkt über Beziehung

«Ohne Beziehung geht gar nichts!» Mit diesem Satz setzte Prof. Dr. Stephan Herpertz (Foto), Facharzt der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, das Thema zu Beginn des 16. Dortmunder Wissenschaftlichen Symposiums für Psychotherapie in der LWL-Klinik Dortmund. Über 200 Teilnehmer zog das fortwährend aktuelle und praxisnahe Tagungsthema «Die therapeutische Beziehung in der Psychotherapie» am Wochenende in die Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

«Die therapeutische Beziehung ist nach wie vor eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg in der Psychotherapie», betonte Herpertz, dessen Abteilung auch Universitätsklinik der Ruhr-Uni Bochum ist. Die Tendenz gehe dahin, die Psychotherapie objektiv und reproduzierbar und damit personenunabhängig zu machen. «Sie arbeitet und wirkt aber unbestritten auch über die konkrete therapeutische Beziehungsgestaltung», so Herpertz. Experten beleuchteten die vielseitigen Facetten des Leitthemas. Nicht nur vermeintliche Tabuthemen wie sexuelle Probleme in der therapeutischen Beziehung wurden lebhaft diskutiert.

Herpertz selber stellte drei große Studien vor, an denen die Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie teilnimmt. Dabei geht es um ambulante Therapieansätze für Magersucht, die Therapie der sozialen Phobie (wir berichteten über beide Studien) sowie den Zusammenhang zwischen Diabetes und Depression.

Das Leitthema war ausgewählt worden zu Ehren des ehemaligen Ärztlichen Direktors der LWL-Klinik Dortmund und Begründers des jährlichen Symposiums, Prof. Dr. Paul Janssen, anlässlich seines bevorstehenden 70. Geburtstags.

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