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Telefon-Terror an der Haustür

Barop Nach einem gescheiterten Betrugsversuch eines von der Telefongesellschaft "freenet" beauftragten Subunternehmens rät die Polizei, solche Machenschaften über den Notruf 110 anzuzeigen.

"Erwischt" hatte es am Mittwoch die Baroper Arcor-Kundin Iris Biermann, die "Am Beilstück" wohnt. Allerdings schöpfte die Baroperin schnell Verdacht und setzte den Werber vor die Haustür.

Der Mann hatte zuvor angeschellt und sich nach der Telefongesellschaft erkundigt. Als sie "Arcor" angab, stellte er sich sogleich als Mitarbeiter genau dieses Unternehmens vor und stellte klar, dass innerhalb der nächsten 14 Tage "nicht konfigurierte" Geräte wie ein Splitter und ein DSL-Router ausgetauscht werden müssten - andernfalls werde der Telefonanschluss aufgehoben.

Iris Biermann sollte ein Formular unterschreiben, für das der angebliche Arcor-Vertreter Kundendaten abfragte - u. a. die Bankdaten. An der Stelle stutzte Iris Biermann. Auf Nachfrage gab der Vertreter an, dass dies für eine Bonitätsprüfung notwendig sei. Als er das Papier zur Unterschrift vorlegte, verdeckte er den Briefkopf.

Nicht ohne Grund: Die Arcor-Kundin sollte einen Neuvertrag mit der Telefongesellschaft "freenet" abschließen. Für Iris Biermann war das Gespräch damit beendet. Ihr Ehemann hatte noch gesehen, wie der Vertreter aus einer Gruppe von rund zehn Männern stammte, die durch die gesamte Siedlung gezogen sei. Bei "freenet" wollte die Baroperin ihren Unmut äußern, was allerdings daran scheiterte, dass sie keine "freenet"-Kundennummer hatte und nicht bei einer kostenpflichtigen Rufnummer anrufen wollte.

"freenet"-Pressesprecherin Elke Rüther erklärte, dass diese Vorgehensweise an der Haustür nicht der Unternehmenslinie entsprechen würde. Der Vertrieb der AG beschäftige Agenturen, welche wiederum Sub-Agenturen einsetzen würden.

Als börsennotiertes Unternehmen habe "freenet" kein Interesse an solchen Geschäftspraktiken. Nach einer Prüfung würden die Verträge mit unseriösen Agenturen gekündigt. ban

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