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Tänzerisch leichtes Spiel

Die beiden Zugaben, die Bratschist Antoine Tamestit und Pianist Markus Hadulla beim drittletzten Konzert des Festivals "Next Generation III" im Harenberg-Haus spielten, spiegelten das, was dieses Duo ausdrücken möchte, am deutlichsten: Große Ruhe, sanfte Töne, Poesie und viel Eleganz klangen aus Rachmaninows Lied "In der Stille der Nacht" und Schostakowitsch' "Valse charmante".

In vielen Dingen seines eleganten Spiel erinnert der 28-jährige Bratschist an den drei Jahre älteren Geiger Renaud Capucon, der auch aus Paris stammt, beim ersten Festival "Next Generation" dabei war und jetzt Exklusivkünstler des Konzerthauses ist. Schon in der "Arpeggione"-Sonate von Schubert suchte Tamestit nach den Geheimnissen und der Schönheit in der Musik, breitete samtene Klänge aus, spielte mit unglaublicher Hingabe leise und voller Eleganz. Die technischen Höchstschwierigkeiten dieses Werks, die sich auch durch die Transkription von der sechssaitigen, celloähnlichen Arpeggione auf die viersaitige Bratsche ergeben, meisterte der Franzose mit souveräner Überlegenheit. Und auch in Hindemiths Bratschensonate ließ er Expressivität und Virtuosität immer sehr organisch und selbstverständlich aus der Elegie aufblühen.

Den nasalen Ton, den viele an der Bratsche so lieben, hat Tamestits Instrument nicht. Der klare, aber trotzdem auch in Schumanns Adagio und Allegro immer sehr innige Ton und der elegante Klang sind ihm wichtiger. Besonders zur Bearbeitung von Prokofjews Szenen aus "Romeo und Julia" passte das elegante, tänzerisch leichte Spiel des Bratschisten wunderbar. So innig und vertraut wie Romeo und Julia war auch das Duo: Der Kölner Pianist Markus Hadulla war ein vortrefflicher Begleiter, einer der inspirierendsten und einfühlsamsten Partner dieses Festivals. JG

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