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Streit um Warten auf Gutachten

Um 20 zusätzliche Stellen soll der Jugendhilfedienst der Stadt aufgestockt werden - das ist das Ergebnis eines externen Gutachtens, das die Stadt nach den Protesten der Jugendamts-Mitarbeiter wegen Arbeitsüberlastung in Auftrag gegeben hatte (wir berichteten). Beifall gibt es dafür von Rot-Grün. Die CDU-Fraktion sieht sich dagegen in ihrer Kritik bestätigt.

Bereits im vergangenen Jahr habe ihre Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss mehr Stellen für den Jugendhilfedienst gefordert, was jedoch von Rot-Grün abgelehnt wurde, erinnert sich die jugendpolitischen Sprecherin der CDU, Rosemarie Liedschulte.

Halbes Jahr Verzug

«So sehr ich mich darüber freue, dass nun die Jugendhilfedienste die geforderte Personalaufstockung bekommen sollen, so sehr ärgert es mich, dass erst ein halbes Jahr ins Land ziehen und eine externe Bewertung durchgeführt werden musste», erklärt Liedschulte.

Der Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses, Friedhelm Sohn (SPD) verteidigt dagegen das Abwarten. «Der voreiligen Forderung nach über den Daumen geschätzten zusätzlichen Stellen haben wir uns damals nicht angeschlossen. Wir wollten stattdessen mit der Organisationsuntersuchung die Diskussion um die Situation der Jugendhilfedienste auf verlässliche und nachvollziehbare Beine stellen», stellt er fest. «Die ersten Ergebnisse zeigen, dass uns das Gutachten dafür eine solide Grundlage liefert - im Sinne der Beschäftigten und der betroffenen Familien und Kinder.»

Politik steht im Wort

«Auch wenn das Gutachten ein wenig Zeit benötigt hat: Das Warten scheint sich gelohnt zu haben», meint auch der jugendpolitische Sprecher der Grünen, Wolfram Frebel. SPD und Grüne sehen sich nun auch im Wort, die notwendigen Veränderungen so zu beschließen und die nötigen Haushaltsmittel bereit zu stellen, betonen Sohn und Frebel. Oli

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