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Kosten für Außengastronomie in Dortmund

Stadt bittet Wirte von Straßencafés zur Kasse

Dortmund Die Sonne meint es gut in dieser Woche und legt noch zu. Jeder, der kann, tut es jetzt: Es geht ins Straßencafé und in den Biergarten – in der Mittagspause, nach Feierabend, am Wochenende. Aber die Stadt verdient dabei kräftig mit.

Stadt bittet Wirte von Straßencafés zur Kasse

Mittags auf dem Alten Markt: An diesen sonnigen Tagen hält es niemanden in den Büros. Foto: Stephan Schütze

Es ist ein sperriges Wort für soviel Lebensfreude, die Biergärten und Straßencafés an diesen sonnigen Tagen verbreiten: Sondernutzungserlaubnisse für Straßencafés.

Die flattern der Stadt in den letzten Jahren reichlich ins Rathaus: 2013 waren es 242 Sondernutzungserlaubnisse, bis zum Stichtag 16. April in diesem Jahr bereits 267. Schließlich: Einfach Tische und Stühle rausstellen und dann den Gast vor der Tür bewirten, das ist mit deutschem Ordnungssinn nicht zu vereinbaren.

Fast 170.000 Euro Gebühren

Besser dran sind die Wirte bekannter großer Biergärten in der Stadt, die auf privatem Grund liegen. Egal ob „Dieckmann‘s“ oder „Road Stop“ kurz vor der Stadtgrenze zu Herdecke oder „Tante Amanda“ in Westerfilde, sie bedürfen keiner Genehmigung nach der entsprechenden Satzung der Stadt, weil sie nicht öffentliche Straßen nutzen für ihre Außen-Möblierung mit Tischen und Stühlen.

Aber wer „öffentlich gewidmete Wegeflächen“ nutzt, wie es im Amtsdeutsch so schön heißt, wird zur Kasse gebeten. 2013 flossen über die Gebühren zur Außengastronomie 166.723,35 Euro ins Stadtsäckel plus 46.200,00 Euro an Verwaltungsgebühren für die gaststättenrechtliche Erlaubnis. Bis zum Stichtag 16. April kassierte die Stadt in diesem Jahr 168.183,55 Euro plus 10.064 Euro für die Gaststättenerlaubnis.

Bier unter sengender Sonne

Was steckt nun wieder hinter dem Wortungetüm „gaststättenrechtliche Erlaubnis“? Ganz schlicht: Hat ein Wirt diese, darf er auch Alkohol ausschenken. Also Bier zum Beispiel unter sengender Sonne. Was für den Kopf des Gastes eher kontraproduktiv ist, freut jedoch die Brauereien.

Miese Sommer und nachlassender Bierdurst hatten den durchschnittlichen Pro-Kopf-Konsum der Deutschen von 143 Litern Anfang der 1990er Jahre auf zuletzt 106 Liter sinken lassen. Jetzt sollen Sonne, Fußball-WM und ein hoffentlich in der nächsten Saison besser spielender BVB wieder den Durst anheizen.

Wenn der Dortmunder sich draußen trifft, dann hat er nach wie vor die größte Auswahl an Adressen in der Innenstadt. Ein zweiter Schwerpunkt mit hoher Außengastronomie-Dichte liegt am Phoenix-See, aber gegen Alter Markt, Friedensplatz, Kleppingstraße und Kreuzviertel kommt das neue Hörde nicht an.

Einheits-Look auf dem Alten Markt?

Je nach Wetter wird bis Ende September, Anfang/Mitte Oktober unter freiem Himmel aufgetischt. Und das womöglich bald im Einheitslook. Bereits seit Jahren denkt die Stadt über ein einheitliches Gestaltungsbild nach, zum Beispiel auf dem Alten Markt. Da war die Rede von möglichst gleichen Sonnenschirmen, Tischen und Stühlen.

Nicht wenige Wirte entlang Dortmunds „guter Stube“ runzelten ihre Stirn. Und wie ist der Stand heute? „Die Stadt erarbeitet derzeit in enger Abstimmung mit den Citygastronomen und dem City-Ring eine Gestaltungsleitlinie für die Boulevard- und Außengastronomie in Dortmund“, so Stadtsprecher Maximilian Löchter. Wann diese dann umgesetzt wird, steht noch in den Sternen.

Je nach Zonen-Einteilung erhebt die Stadt acht bis 18 Cent pro Quadratmeter Außengastronomie und pro Tag.

Das Stadtgebiet ist in drei Zonen aufgeteilt. Die teuerste ist die Zone I: Alle Fußgängerzonen innerhalb des Wallrings der Innenstadt. Zur billigsten Zone III (acht Cent) gehören sonstige Straßen (keine Fußgängerzonen).

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