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Schulen sind Schuld am IT-Fachkräftemangel

DORTMUND Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr: Fachkräftemangel in der Informationstechnologie (IT) fängt für Roland Bracht schon in der Schule an. Das Dortmunder Mitglied im Hauptvorstand des Branchenverbandes Bitkom weist schon länger darauf hin, dass der heimischen Branche Spezialisten fehlen. „Wir sind daran, einen profitablen Wirtschaftszweig abzuschneiden.“

Schulen sind Schuld am IT-Fachkräftemangel

Nimmt kein Blatt vor den Mund: Roland Bracht von der Bitkom.

 Immer weniger junge Menschen studieren Informatik. So sei die Zahl der Studienanfänger seit dem Jahr 2000 von 1000 auf 250 eingebrochen. Bracht macht vor allem die Schulen beziehungsweise die Bildungspolitik mitverantwortlich für den Fachkräftemangel. Kinder und Jugendliche würden in Deutschland viel zu wenig für ein Informatikstudium begeistert. Auch sei an den Schulen die Ausstattung mit Computern und Internetzugängen zu gering, Lehrer müssten besser ausgebildet werden. Mädchen sollten zudem mehr für IT-Berufe interessiert werden. Doch das ist gar nicht so einfach. Nach Aussage von Bracht gibt es nämlich nicht eine weiterführende Schule mit IT-Leistungskurs in Dortmund.

Stoff praxisbezogener vermitteln

 Auch die Hochschulen sieht er in der Pflicht, und fordert eine bessere Betreuung des Nachwuchses insbesondere während des Grundstudiums. Seine Erfahrung: „Nicht jeder bricht ab, weil er zu dumm für dieses Studium ist.“ Bracht geht davon aus, dass mehr junge Menschen weitermachen würden, wenn der Stoff praxisbezogener vermittelt würde. Trotz des Fachkräftemangels herrscht in der IT-Branche in der Region eine gute Stimmung: Die Mehrzahl der Unternehmen rechnet im laufenden Jahr mit steigenden Umsätzen. Besonders optimistisch zeigten sich Softwareunternehmen und IT-Dienstleister, die in Dortmund traditionell stark vertreten sind. Dagegen fielen die Erwartungen im Bereich der Telekommunikation deutlich verhaltener aus, so Bracht.

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