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"Schützende Hand" besudelt: Reinigung vorgesehen

Lütgendortmund Jugendliche aus vier Schulen erschufen das steinerne Gesicht mit der "schützenden Hand", das am Freitag vor den Ferien im Park der Generationen aufgestellt worden ist (wir berichteten).

Nach nur 13 Tagen haben Unbekannte die Skulptur als Schmierzettel missbraucht: Mit schwarzem, wasserfestem Filzstift kritzelten sie Schriftzüge, so genannte "tags", auf den hellen Ruhrsandstein des Sockels.

"Ich bin enttäuscht", sagt SPD-Landesabgeordneter Dr. Gerd Bollermann, einer der Initiatoren des Projekts. "Es ist ja keine anonyme Arbeit, sondern stammt von Schülern aus unserer Nachbarschaft."

"Darüber rege ich mich immer wieder auf", sagt Bezirksvorsteher Heiko Brankamp und seufzt: "Aber wir erleben es ja jeden Tag." Die Bepflanzung im Ortskern, die Fassade des Amtshauses, die neuen Bänke vor dem Seniorenheim Volksgartenstraße, die schon nach zwei Tagen komplett vollgeschmiert waren - das Vandalismus-Problem ist allgegenwärtig.

Doch: Nur ärgern nützt nichts. Die Gebäudereiniger-Innung, die die Patenschaft für die "schützende Hand" übernommen hat, überzog das Steinwerk vor seiner Aufstellung mit einer Imprägnierung. Sie soll eine leichtere Entfernung von Farbspuren ermöglichen.

Bollermann rechnet damit, dass die Spuren schon kurz nach den Ferien beseitigt werden können. Neben der Pflege erhofft sich der Politiker auch einen abschreckenden Effekt - wenn die "tags" nicht halten, werde das Kritzeln uninteressant.

"Mehr soziale Kontrolle und Zivilcourage" - dahin müsse der Appell gehen, wünscht sich Heiko Brankamp. Denn solche Taten müssten angezeigt werden - "sonst bleiben die Täter immer anonym". tag

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