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Schlosskonzert war das Juwel

Das Wasserschloss Bodelschwingh ist seit 2003 das Juwel unter den Räumen, die die "mommenta"-Konzertreihe entdeckt. Am Sonntag war das Kaminzimmer des Freiherrn und der Freiin zu Inn- und Knyphausen Schauplatz für das Schlusskonzert. Nach neun Konzerten in vier Städten hat sich "mommenta" aus der Saison verabschiedet.

Schon lange haben die Organisatoren der Reihe, Elisabeth Zeidler und Wolfgang Jellinghaus, ein Volksliederprogramm geplant. Besetzt mit zwei erstklassigen Solisten, Sopranistin Bettina Pahn und Echo Klassik-Preisträger Joachim Held, einem der besten Lautinisten, war es in dem Schloss am 1. Advent bestens aufgehoben. Die Werke für die klassische Renaissance-Laute passten auch zeitlich perfekt in die Räume des ältesten Schloss-Teils, der 1320 erstmals erwähnt wurde. Viel Stil und Atmosphäre hatte das Konzert vor dem Kamin, unter dem Kronleuchter und zwischen vielen Antiquitäten und der Ahnengalerie an den Wänden.

Als Lieder von schlichter Schönheit sang Bettina Pahn die Volksmusik, die zum Teil zu Kunstliedern geworden ist und die das Publikum innerlich mitsingen konnte. Viel Freude ließ sie aus dem mittelalterlichen "Kume, kum, geselle min" und dem Lied "Die Gedanken sind frei" klingen. Viele dieser Volkslieder seien ihr seit Kindheit und Jugend in der DDR vertraut, erzählte die Sopranistin dem Publikum. "Die Gedanken sind frei" hätten DDR-Kinder gerne vor Staatsrecht-Schulstunden gesungen.

Leise und empfindsam begleitete Joachim Held, zupfte Tanzsätze auf der 15-saitigen Laute und zeigte in einer Suite von Robert de Visée, dem Hofkomponisten Ludwig des XIV., auf der größeren, 14-saitigen Theorbe aus dem 16. Jahrhundert, wie sich der Lautenbau entwickelt hat und welche Klangfülle die großen Instrumente haben. JG

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