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Schläger kommt auf freien Fuß

Mit einem mulmigen Gefühl im Magen verließ eine Evingerin (47) gestern das Landgericht: Der Mann, der sie im April 2006 in ihrer Wohnung nachts mit einem Beil schwer verletzt hatte, wurde von der 47. Berufungskammer aus der U-Haft entlassen.

Zwar verhängten die Richter für die Beil- und eine weitere Attacke insgesamt zwei Jahre und sieben Monate Haft. Sie entschieden jedoch, dass der 22-Jährige zunächst in Freiheit abwarten darf, bis er endgültig "eingezogen" wird. Und das, obwohl die 47-jährige bis heute von der Familie des Mannes bedroht werden soll.

Die Hintergründe des nächtlichen Überfalls, bei dem die Frau mehrere stark blutende Fleischwunden erlitt, konnten auch in der Berufungsverhandlung nicht geklärt werden. Der Angeklagte sagte nur: "Ich kenne die Frau, mehr möchte ich darüber nicht sagen." Und die 47-Jährige selbst hat angeblich keine Ahnung, warum sie von dem Mann mit dem Beil attackiert wurde.

Dafür, dass ihr Peiniger nun wieder zumindest für einige Wochen in ihrer unmittelbaren Nähe wohnen wird, hat sie kein Verständnis. Erst recht nicht, seitdem sie gestern hörte, dass der Mann nach der Tat mindestens weitere vier Körperverletzungen begangen haben soll. Trotzdem sagte das Gericht: "Eine Wiederholungsgefahr vermögen wir nicht zu erkennen."

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