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Saubere Sache

Hörde Die dreirädrigen Dienstwagen der Quartierkümmerer sind flink und wendig. Eine Greifzange, der Besen, die Schaufel und ein Lächeln - fertig ist der Arbeitsplatz. «Wir machen das gerne», freut sich Basilio Baretto über seinen Job in Hörde. Seit zehn Wochen streifen Basilio Baretto und seine neun Kollegen durch das Hörder Zentrum, um die «vielen kleinen liegengebliebenen Aufgaben», die Bezirksvorsteher Manfred Renno in Hörde sieht, zu erledigen. Kleine und große Müllkippen sind das, zugewucherte Kunstwerke im Hoetgerpark oder praktische Nachbarschaftshilfe - zuletzt geleistet beim Sport- und Gesundheitstag sowie beim Neumarktfest und wieder am kommenden Wochenende, wenn der Clarenberg feiert. «Wir wollen die bürgerliche Selbsthilfe unterstützen», sagt Andreas Koch von der Firma Grün-Bau, die das in der Nordstadt erprobte Projekt im Stadtbezirk Hörde zum «Quartierservice» ernannt hat. Die «Kümmerer» sind täglich unterwegs, bei Bedarf auch abends. Der Dienstplan ist unbürokratisch und flexibel. So qualifiziert Grün-Bau die 1,50-Euro-Jobber für den «ersten» Arbeitsmarkt. Dennoch wünschen sich die Projektpartner, dass die «Kümmerer» auch langfristig in einem «sozialen Arbeitsmarkt» eingestellt werden können, ohne dass die Zuschüsse befristet sind. Denn kaum sind die Teilnehmer eingearbeitet, kaum sind sie bei den Bürgern als Ansprechpartner bekannt, da müssen sie den Job schon wieder an den Nagel hängen, weil die Finanzierung ausläuft. Mit 3500 unterstützt auch die Bezirksvertretung die Idee. «Mit diesem Geld kaufen wir viel Leistung ein», so Renno gestern. Allerdings müsse man darauf achten, dass dem «ersten» Arbeitsmarkt keine Aufträge entzogen würden. ban Projektpartner: EDG, Stadtbezirksmarketing, Grün-Bau, Umweltamt, Bezirksvertretung, Arge Jobcenter.

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