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Revision gegen Urteil eingelegt

DORTMUND Die Staatsanwaltschaft hat am Dienstag beim Landgericht Revision gegen das "Gullydeckel-Urteil" eingelegt. Jetzt muss der Bundesgerichtshof die Entscheidung der 31. Strafkammer überprüfen.

Wie berichtet hatten vier junge Männer mit osteuropäischem Hintergrund im Mai in Scharnhorst offenbar grundlos einen 17-Jährigen zusammengeschlagen, anschließend warfen sie einen etwa 20 x 20 Zentimeter großen Gullydeckel gegen seinen Kopf. Das Opfer konnte sich im letzten Moment noch mit den Händen schützen.

Dennoch ging die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Täter den jungen Mann töten wollten. Das Gericht sah das anders - weil die Jugendlichen zur Tatzeit betrunken waren (zuvor hatten sie bei Grillwurst und Wodka den Geburtstag eines Freundes gefeiert), konnten sie nicht mehr absehen, dass ihr Opfer durch die Attacke hätte sterben können, hieß es. Deshalb verurteilen die Richter die Angeklagten am Ende wegen gefährlicher Körperverletzung zu Jugendstrafen von bis zu drei Jahren und drei Monaten. Zu wenig, meint die Anklagebehörde.

Der junge Mann hatte bei dem gemeinen Angriff schwere Verletzungen erlitten, inzwischen soll er aber wieder gesund sein.

  

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