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Reinoldikirche stürzt ein

Ohne Nachwuchs keine Zukunft: Evangelische Jugend demonstriert gegen Kürzungen

Mit dem «Abrissarbeiten» demonstrierte die Evangelische Jugend von Westfalen gestern Nachmittag gegen Kürzungen im Jugendplan des Landes NRW. «Die Jugend ist das Fundament unserer Kirche. Ohne ausreichende Mittel für die Jugendarbeit stürzt die ganze Institution ein. Ohne Nachwuchs, keine Zukunft», bringt Landesjugendpfarrer Udo Bußmann die Idee, die hinter der Aktion steht, auf den Punkt. Der Hintergrund: Für die Jahre 2006 bis 2010 hat die Landesregierung die Mittel für die Jugendverbände in NRW um 10 bis 15% gekürzt. Pro Jahr gibt es deshalb nur noch 75 Millionen Euro. «Das hat auch Auswirkungen auf die ehrenamtliche Mitarbeit junger Leute. Denn ohne Geld können wir die Jugendlichen weder ausreichend betreuen noch für ein Ehrenamt ausbilden», beklagt der Pastor. So liegt etwa der Arbeitskreis zum Thema Rechtsradikalismus/Gewaltprävention der evangelischen Jugend seit Monaten brach. Der Grund sei aber keineswegs am mangelndes Interesse: «Pro Jahr haben wir allein in Dortmund 60 bis 80 Anfragen von jungen Leuten, die sich freiwillig und unentgeltlich engagieren möchten», so Regina Kaiser, Jugendreferentin der evangelischen Jugend in Dortmund. Doch oft scheitert schon der erste Kontakt: Denn von einst zwölf hauptamtlichen Mitarbeitern der Jugendkontaktstelle Dortmund sind lediglich fünf übrig geblieben. Eine traurige Situation, findet Bußmann: «Alle Welt beklagt sich über mangelndes gesellschaftliches Engagement der Jugendlichen. Aber wenn sich junge Leute mal aufraffen, um sich sinnvoll und kreativ zu betätigen, wird ihnen die Möglichkeit dazu genommen. Hier wird ganz klar am falschen Ende gespart!» wet

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