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Rad an Rad die Berge rauf

Brechten Schlafanzug. Zahnbürste. Zwei Trikots. Und der Rasierer. Das ist alles. Die vier Mann vom Brechtener Radtreff Stocheisen sausen mit sehr leichtem Gepäck und auf sehr schmalen Reifen durch Deutschland.

800 Kilometer in sechs Tagen. Gestern ging's nach Schmallenberg. Heute steuern die Sportler Braunfels an. «Die frische Luft macht Spaß an diesem Sport», sagt Alois Rempe (67). «Und die Gemeinschaft.»

Rad an Rad quälen sich die Brechtener ins bergige Sauerland. Wählen immer die kleinsten Straßen und die größte Idylle. Ihre Rastplätze liegen an Kapellen und Schlösschen, die zu besichtigen sind. Oder an den schönsten Aussichtspunkten. «Und den besten Blick hat man von ganz oben.» Horst Breiter (69) schmunzelt jungenhaft. Also raufstrampeln. Er zuckt die Achseln.

Die Stocheisener wissen, was auf sie zukommt. Sie fahren zum 19. Mal. «Der Tagesablauf steht fest», sagt Horst Breiter. Frühstücken, fahren, fahren, fahren, ankommen, essen - und dann ein Bierchen. Müde sind sie nämlich nicht am Abend. Ihre Radler-Beine bummeln nach neun Stunden Pedaletreten noch durch die kleinen Städte und Dörfer. Homberg, Bad Karlshafen, Büren, nächsten Mittwoch überqueren die Fahrer wieder die Dortmunder Stadtgrenze. Hoffentlich bei Sonnenschein.

Kurz vor dem Start schaut Horst Breiter noch skeptisch zur dichten, grauen Wolkendecke über Brechten hinauf. «Ein kleiner Schauer stört uns nicht, solange die Temperaturen stimmen.» Er zupft an seinem Trikot. «Die Sachen sind nach 20 Minuten Fahrt wieder trocken.» Nur Dauerregen, der gehe irgendwann an die Nerven ... Horst Breiters jungenhaftes Lächeln wischt diesen Gedanken schnell beiseite.

Denn die Tour steht. Alois Rempe hat mit Lineal und Kartenmaterial die Fernfahrt durchgeplant. Die Quartiere sind gebucht und die Muskeln gestählt. Das ganze Jahr über sausen die Sportler auf ihren Rennmaschinen durchs Ruhrgebiet. Dreimal in der Woche Training, 80 Kilometer in vier Stunden. Rad an Rad. Dieses Team versteht sich unterwegs auch ohne Worte. Alois Rempe lacht herzlich. «Zum Reden haben wir abends immer noch genug Zeit.» Hilke Schwidder

Ihre 20. Fahrt im nächsten Jahr möchten die Sportler vom Radtreff Stocheisen besonders groß aufziehen. Dann hoffen sie auch auf noch mehr Teilnehmer.

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