Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Polizisten unter Verdacht

Polizisten auf den Fluren des Landgerichts sind nichts Ungewöhnliches. Zwei Polizeioberkommissare auf der Anklagebank schon.

Die beiden 52- und 51-jährigen Männer saßen allerdings bereits am 15. September 2006 vor dem Amtsrichter. Damals wurde der Ältere wegen Körperverletzung im Amt zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung verurteilt, sein Kollege wegen versuchter Strafvereitelung zu einer Geldstrafe von 2700 Euro. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Beamten hatten das Urteil angefochten. Gestern begann der Berufungsprozess.

Faustschläge

Der 52-Jährige soll am 5. Dezember 2004 am Rande des verlorenen Revier-Derbys gegen Schalke (0:1) einen betrunkenen, aber friedlichen Gäste-Fan (3,4 Promille) in der Ausnüchterungszelle des Polizeipräsidiums misshandelt haben. Die Rede ist von zwei Faustschlägen und einer blutenden Nase.

Gestanden hatte der Kommissar aber lediglich einen so genannten «Schockschlag» mit der flachen Hand. Sein Kollege soll den inzwischen suspendierten 52-Jährigen später durch Unterzeichnung eines falschen Protokolls geschützt haben. Darin hieß es, der Fußballanhänger habe Widerstand geleistet. Zwei Kollegen der Wache Hombruch, die Zeugen der Misshandlungen gewesen waren, waren hin- und hergerissen, ob sie Anzeige erstatten sollten. Am Ende taten sie es. Eine Verurteilung könnte für die beiden Polizisten weitreichende berufliche Folgen haben.

Weil Verteidiger Fritz Sommer über starke Zahnschmerzen klagte, wurde die Verhandlung gestern nach Verlesung des alten Urteils unterbrochen. wit

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

dzNach gewaltsamem Tod einer 15-Jährigen in Hörde

Trauer der Freunde und Jugendlicher am Tatort ist groß

HÖRDE Am Samstag, dem Tag danach, trauern viele Jugendliche am Tatort. Eine 15-Jährige war am Freitagabend auf dem Parkdeck am Bahnhof Hörde von einem anderen Mädchen erstochen worden. Inzwischen kursieren viele Gerüchte.mehr...

Facheinrichtung Auxilium Reloaded

Der lange Weg zurück aus der virtuellen Welt

Dortmund Mittags, meistens erst gegen Eins, stand Mike auf, pfiff sich irgendetwas Essbares rein, um dann bis in den Morgen mit Computerspielen die Zeit totzuschlagen. Er und Elias sind spielsüchtig. Jetzt entdecken sie durch die Facheinrichtung Auxilium Reloaded in Aplerbeck die reale Welt.mehr...

Blinde und Sehbehinderte in Dortmund

Selbstbewusstes Leben ist auch ohne Augenlicht möglich

Dortmund Mit Anfang 30 ist Manuela Kürpick komplett erblindet. Dennoch steht sie voll im Leben, ist berufstätig, reist gerne. Und versucht, dieses Selbstbewusstsein anderen Blinden und Sehbehinderten in Dortmund zu vermitteln.mehr...