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Papagena: Der Star im Beet

Papagena erobert nicht nur Papagenos Herz im Sturm, sondern auch das der Rosenfreunde. Und die rissen sich gestern am Stand einer Hamburger Gärtnerei beim Rosenfest im Westfalenpark fast die letzten Töpfe mit der Neuzüchtung «Papagena» aus den Händen.

«Wo soll ich die denn jetzt herbekommen, wenn sie ausverkauft ist?», sorgten sich die Blumenfreunde. «Im nächsten Jahr wiederkommen», war der Tipp der Gärtnerei aus Hamburg. Und am besten früh kommen, denn als sich der Park immer mehr füllte, waren die Raritäten schon verkauft.

Papagena, die stachelige Schönheit mit den orange-gelb gefüllten Blüten, hatte viel Konkurrenz: Baumkletterrosen in Veilchenblau, die rote, hängende Rose mit dem vielversprechenden Namen «Gartenfreude» und die bildschöne Rose «Eden» waren Verkaufsrenner bei der Gärtnerei Giesebrecht aus Lünen.

«Dies ist ein gutes Rosenjahr», freut sich Gärtner Herwy Ehlers, der jedes Jahr zum Rosenfest aus Hamburg anreist. Trotzdem hatte der Pflanzendoktor auf der Bühne in seiner Rosensprechstunde viel zu tun. Tipps hatte er für Rosenfreunde, deren Pflanzen von den heftigen Gewittern der letzten Wochen abgeknickt worden sind. Und erklärte, dass Mehltau eigentlich nur eine Stressreaktion der Rose ist, wenn sie vor einer heißen Wand steht.

Rosige Zeiten verspricht das Rosenfest auch zunehmend für die Händler von mehr oder weniger blumigen Dekorationen und Schmuck. Sogar Antiquitäten-Händler wissen inzwischen die Kauffreudigkeit der Besucher des beliebten Marktes zu schätzen. Rosenseife, Rosenkandis und sogar Rosenblüten-Tischsalz gehörten zu den begehrten rosigen Gourmet-Artikeln - neben Schokoladensenf und der riesigen Auswahl an Fruchtminze-Sorten, die ein Händler präsentierte.

Gut zu tun hatte auch die Gärtnerei des Schultenhofes, die zehn verschiedene Sorten Basilikum sowie Teekräuter, Mittelalter-Gemüse und seltene Stauden mitbrachte.

Immer der Nase nach wandelten viele Gruppen durch den Park - selten hat es so viele Führungen gegeben wie bei diesem Rosenfest. JG

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