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Panne im OP - Patient vertröstet

Er glaubte, das Schlimmste überstanden zu haben, wenn er wieder wach ist: Mit einem Knochenbruch war der junge Mann letzte Woche ins Klinikum eingeliefert worden.

Der OP-Termin stand fest, die Narkose-Ärzte versetzten ihn pünktlich in den Tiefschlaf.

Der Mann war schneller wieder draußen als gedacht, allerdings ohne dass ihm jemand seine Knochen gerichtet hätte. Die Operation: ausgefallen. Der Grund: Das OP-Besteck war nicht steril - Ersatz war auf die Schnelle nicht zu beschaffen, weil es sich um «selten benötigte Teile» gehandelt habe, sagt Kliniksprecher Jörg Kühn. Die Anästhesisten weckten den Patienten wieder auf. Der musste sich einen Tag gedulden und wurde dann erneut durch die Schleuse in den OP geschoben, schließlich erfolgreich operiert.

Ein Einzelfall sagt Jörg Kühn, räumt aber ein, dass wir «definitiv Probleme im Sterilisationsbereich haben». Der ist, wie die neue Küche auch, im neuen Logistikzentrum des Klinikums untergebracht.

Seit Anfang April werden hier die Instrumente sterilisiert, seit sechs Wochen komplett für alle Klinikbereiche. Doch noch hakt es: neue Instrumente, neue Computer, neue Arbeitsabläufe. In dem Fall des jungen Mannes war auf dem Transport der Bestecke in den OP etwas schief gegangen; das sterile Tuch, in dem die Instrumente verpackt waren, hatte an einer Stelle ein Loch.

Andere Ausführung

«Ein Tuch, wie sie alle anderen Krankenhäuser auch benutzen», sagt Kühn. Um diese Fehlerquelle aber künftig auszuschließen, nutzt man nun eine stabilere Ausführung.

Neben diesem Fall habe es die ein oder andere Verzögerung um ein, zwei Stunden gegeben, sagt die Klinik. Aber es sei bisher noch niemand verärgert gewesen

Eine «Koordinierungsgruppe» kümmert sich inzwischen um die Fehlerquellen, und man gibt sich im Klinikum zuversichtlich, die Mängel in absehbarer Zeit abstellen zu können. Kühn: «An vielen Dingen ist schon jetzt ein Haken dran.» blf

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