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Orient verzückt Körner

KÖRNE Orientalische Klänge und lautes Geschrei ließen die Passanten auf dem Körner Hellweg irritiert dreinschauen.

Birgit Gahmann (Foto) startete mit ihrem Ensemble «Samsarai - The young Belly Dance Stars» im Eingangsbereich eines Drogeriemarktes eine Vorführung im klassisch-orientalischen Tanz (Raqs Sharqi = Tanz des Ostens).

Im Rahmen der Initiative «ZukunftsMusiker»- bei der über 3000 Kindern die musikalische Bildung ermöglicht werden soll - wurden die Tänzerinnen eingeladen.

Das Kulturzentrum Balou wird im Zuge dessen fünf Kindern zwischen fünf und elf Jahren die Möglichkeit geben, im «Instrumentenkarussell» der Jugendkunstschule verschiedene Instrumente auszuprobieren. In Körne bildete sich schnell eine Menschentraube um die Bauchtänzerinnen. Zwischen den Auftritten kommentierte Birgit Gahmann das Geschehen:

«Das Entreé wird immer solo interpretiert, und es wird ein Schleier benutzt. Die Künstlerinnen müssen die Tradition des Landes kennen, sich mit der Folklore auseinandersetzen.»

Das Team der Pädagogin ist zwischen 13 und 16 Jahren alt und arbeitet in dieser Besetzung schon zwei Jahre zusammen. Neben ihrer pädagogischen Ausbildung hat Birgit Gahmann lateinamerikanische und afrikanische Tänze studiert. Es folgten tanztherapeutische Fortbildungen. Der «Sharqi» bezieht sich hauptsächlich auf die ägyptische Musik. Der genaue Zeitpunkt der Entstehung ist nicht genau zu datieren. Erste Wandmalereien gab es jedoch im ägyptischen Raum schon zu prähistorischen Zeiten. Durch den kulturellen Wechsel gab es persische, türkische, arabische und westliche Einflüsse. Er wurde meist an fürstlichen Höfen als Solotanz aufgeführt. Merkmal ist die klassische Armhaltung. Der pailettenbesetzte Gürtel und das ebenfalls geschmückte Oberteil (zusammen «Bedleh» genannt) dürfen bei keiner Tänzerin fehlen. Einige Frauen tragen auch «Sklavenarmbänder» an den Händen.

Birgit Gahmann hatte hübsche Schals mitgebracht, die interessierte Zuschauer als Souvenir mitnehmen durften. Und sie warf angesichts des Erfolgs auch gern einen Blick in die Zukunft: «Ich bin gespannt auf Halloween. Da haben wir im Abendprogramm des Dietrich-Keuning-Hauses einen riesigen Auftritt.»

Timo Lämmerhirt

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