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Gesundheitsamt wird zum Hotel und Appartement-Haus

Nutzungsmix mit Café und offener Dachterrasse

Dortmund Hotel, Appartements, Büros und eine Kita – mit diesem Nutzungsmix will die Landmarken AG das Gesundheitsamt an der Hövelstraße neu beleben. Wenn der Rat zustimmt, soll der Verkauf bald perfekt gemacht werden. Der Denkmalschutz spielt dabei eine große Rolle.

Nutzungsmix mit Café und offener Dachterrasse

So soll das Gesundheitshaus nach dem Umbau aussehen. Foto: pinkarchitekten

Norbert Hermanns, Vorstandschef der Landmarken AG, gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er von der besonderen Architektur des denkmalgeschützten Gesundheitsamtes spricht. „Das ist eine der Ikonen der Architektur der 50er-Jahre in Deutschland“, stellt Hermanns fest. Entsprechend umsichtig will sein Unternehmen den Umbau und die neue Nutzung des vom Dortmunder Architekten Wil Schwarz Ende der 1950er-Jahre konzipierten Gebäudekomplexes im Herzen der Innenstadt in Angriff nehmen.

Mit seinem mit dem Düsseldorfer Büro pinkarchitektur entwickelten Konzept hat sich die Landmarken AG im von der Stadt schon 2016 gestarteten Verfahren für den Verkauf des Gesundheitsamtes gegen 13 Mitbewerber durchgesetzt. Der Verwaltungsvorstand schlägt dem Rat für die Sitzung am 17. Mai vor, dem Entwickler aus Aachen, den Zuschlag zu erteilen. Ein privater Investor, den Hermanns vertritt, will rund 25 Millionen Euro in die Umnutzung des Gebäudes investieren.

Nutzungsmix vorgesehen

Vorgesehen ist ein Nutzungsmix: Das Hauptgebäude an der Hövelstraße soll zum Hotel mit rund 155 Zimmern werden – komplett im 50er Jahre Design. Man habe einen Hotelbetreiber gefunden, der die von Wil Schwarz entwickelte Farbpalette für jede einzelne Etage des Hauses aufnehmen und auch Einrichtungsdetails aufpolieren will, kündigte Hermanns an. Architekt Thomas Pink sprich von geradezu „poetischen Details“, die man erhalten wolle.

Nutzungsmix mit Café und offener Dachterrasse

So sieht das Gesundheitsamt im Inneren aktuell aus. Foto: Stephan Schütze

Höhepunkt ist im wahren Wortsinn ein Cafè im Obergeschoss mit der offenen Dachterrasse. Daneben sind 40 bis 50 Appartements vorgesehen. In den hinteren Gebäudeteil soll eine Kita mit vier bis fünf Gruppen einziehen und den grünen Innenhof beleben, der bislang als Parkplatz genutzt wird. „Das soll ein Platz werden, an dem sich die Familien treffen können“, sagt Hermanns.

Außerdem ist Platz für „Co-Working-Büros“ – also Büroeinheiten, die etwa von Firmengründern oder Selbstständigen auch für kurze Zeit angemietet werden können.

„Spannende Herausforderung“

Wenn der Rat zustimmt, könnte der Kaufvertrag für das Gesundheitshaus bis zum Herbst perfekt gemacht werden, schätzt der Leiter des Liegenschaftsamtes Thomas Ellerkamp. Der Umbau könnte Ende 2019 starten und bis Mitte 2021 abgeschlossen werden. „Es wird eine spannende Herausforderung“, sagt Hermanns.

Nutzungsmix mit Café und offener Dachterrasse

So sieht das Gesundheitsamt im Inneren aktuell aus. Foto: Stephan Schuetze

Denn auch, wenn es mit Blick auf die technische und energetische Sanierung Zugeständnisse geben muss, hat man den Denkmalschutz immer im Blick. „Unsere Absicht ist, ganz im Sinne des Architekten Wil Schwarz zu handeln“, verspricht Norbert Hermanns.

Das Gesundheitshaus an der Hövelstraße wurde von 1957 bis 1961 nach den Plänen des Dortmunder Architekten Wil Schwarz erbaut.

Eine große Rolle spielt die Farbgestaltung und die Integration von Kunstwerken vor allem in dem geschwungenen Treppenhaus.

Das Gesundheitshaus steht seit 1993 unter Denkmalschutz.

Es wird bis jetzt vom städtischen Gesundheitsamt genutzt, das allerdings im Laufe des Jahres in das frühere Postgiroamt am Hohen Wall umzieht.

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