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Nur Qualifizierung kann helfen

Hoch qualifizierte Arbeitskräfte müssen sich auch in Zukunft keine Sorgen machen, sie werden mehr denn je gebraucht. Wie es aber mit den weniger oder nicht Qualifizierten weitergeht, darüber diskutierten gestern Vertreter von Wirtschaftsförderung, IHK, DGB, Handwerkskammer und Agentur für Arbeit auf der "Konferenz zur Arbeitswelt der Zukunft".

Grundlage für die Diskussion bildeten die Ergebnisse einer Untersuchung der Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs) im Auftrag der Wirtschaftsförderung. Sie zeigte zwischen 2003 und 2006 einen über alle Wirtschaftsbereiche hinweg reichenden Verlust an Vollzeitarbeitsstellen um 3,9 Prozent, wie Prof. Dr. Jürgen Howaldt von der sfs vorstellte. Parallel dazu stellte die Studie einen Anstieg an Teilzeit- und geringfügigen Beschäftigungen fest.

Als überraschend bezeichnete Howaldt die hohe Zahl dauerhafter Bindungen in der IT-Branche; ein Trend, auf den laut einer Unternehmensbefragung auch andere einschwenken werden, um qualifizierte Fachkräfte zu binden. Dessen ungeachtet wächst die Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze nicht in ausreichendem Maße, wie OB Dr. Gerhard Langemeyer feststellte.

Deshalb sieht Howaldt die Ergebnisse der sfs-Untersuchung als Herausforderung für die Wirtschaftsförderung. Laut DGB-Vorsitzenden Eberhard Weber sollte dies eine "Allianz für gute Arbeit" beinhalten. "Leiharbeit und andere prekäre Arbeitsverhältnisse müssen gestaltet werden." Langemeyer stimmte dem zu: "Es kann nicht sein, dass 23 Prozent der Arge-Kunden Arbeit haben, aber davon nicht leben können."

Das Mittel der Wahl sei Qualifizierung, meint der Experte von der sfs. Nur so seien die Probleme dauerhaft zu lösen. "Bildung über alles" lautete auch das Motto, unter das Udo Mager, Chef der Wirtschaftsförderung, die Planung für die Zukunft stellte. Gezielte Projekte sollen entwickelt werden, "damit aus der Gruppe der Jugendlichen keine Langzeitarbeitslosen nachwachsen". rie

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