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Lastwagen-Diebe kehren nicht so bald in die Heimat zurück

Ohne Regung verfolgten die Angeklagten die Urteilsverkündung durch die 36. Strafkammer des Landgerichts. Für zwei der drei polnischen Lastwagen-Diebe stand danach fest: Es dürfte lange dauern, bis sie ihre Liebsten wieder sehen werden.

Die Richter bestraften die Männer gestern mit je sechs Jahren Haft. Ihr Komplize (35) kam mit 18 Monaten Haft deutlich milder davon - weil er nicht selbst gestohlen, sondern das Diebesgut "nur" für den Weitertransport nach Polen vorbereitet hatte.

Fast zwei Dutzend Sattelzüge und Auflieger verschwanden zwischen November vergangenen und Februar dieses Jahres von den Höfen verschiedener Speditionen in Dortmund, Castrop-Rauxel, Lünen und Werne. In Dortmund waren die Diebe vornehmlich im Gewerbegebiet Wickede-Süd unterwegs. Ein Fuhrunternehmen bekam sogar gleich zweimal ungebetenen Besuch.

Die Richter gehen davon aus, dass die Männer Mitglieder einer international operierenden Bande gewesen sind. Sie waren erst drei Tage vor dem ersten Diebstahl nach Deutschland eingereist. Weil die Ermittler aber bereits Verdacht schöpften, wurde ihr Auto noch an der Grenze mit einem Satelliten-Peilsender "verwanzt".

Die Diebe entdeckten den Sender zum Glück für die Polizei erst Tage später. Bis dahin konnten die Fahnder wichtige Erkenntnisse über die Aufenthaltsorte und Bewegungsmuster der Diebe sammeln. "Auf diese Weise wäre es wohl auch ohne die Geständnisse der Angeklagten möglich gewesen, ihnen die Taten nachzuweisen", sagte Richter Helmut Hackmann.

Mit den Urteilen hielten sich die Richter an ihre Zusage an die Angeklagten, im Falle von umfassenden Geständnissen nicht mehr als sechs Jahre Haft zu verhängen. von

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