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"Lass dich nicht fangen"

"Einfach und für jeden verständlich" sieht Katrin Hofmann ihr Kunstwerk. "Konsequent und künstlerisch", nennt es die Jury.

16 Mausefallen, bespannt mit Murmeln, in zwei Achterreihen. Acht und acht, nebeneinander gestellt ergibt das 88 - ein Symbol der rechtsradikalen Szene. So stellen die Mausefallen die Rechten dar, die Murmeln sind Köder für Kinder und Jugendliche, die in deren Fänge geraten.

Kristin Hofmanns abfotografierte und zu einem Plakat bearbeitete Rauminstallation gewann den mit 500 Euro dotierten ersten Preis des Wettbewerbs "Nach dem/n Rechten sehen". Als Abschluss einer Veranstaltungsreihe an Uni und Fachhochschule zum Thema Rechtsextremismus richtete sich die Ausschreibung an die Studenten.

In 50 eingeschickten Videos, Gedichten und Plastiken arbeiteten die Teilnehmer heraus, was "Nach dem/n Rechten sehen" eigentlich bedeutet. Ausgestellt wurden die Arbeiten am Mittwoch in den Räumen der Katholischen Hochschulgemeinde. Oft bedrückend, teils bedrohlich, zeigen die Studenten, wie sie Rechtsextremismus erleben. Zum Beispiel mit einem Film, der die schnelle Verbreitung rechter Ansichten veranschaulicht - vom rechten Gedanken im Haushalt bis zur Massenbewegung. Oder mit kleinen grauen Figuren, die für die Masse stehen. In ihren Bäuchen sind Lampen installiert: Erst beim Anknipsen wird deutlich, wer leuchtet - und rechtsradikal ist. Und dann ist da eben das Plakat von der Kunst- und Psychologiestudentin Kristin Hofmann.

"Ich habe einen langen künstlerischen Prozess durchlebt. Dass ich die Rechten als Fallen darstellen will, wusste ich schnell", sagte Hofmann. Eine zweite Komponente musste her: Die Murmeln. "Ich habe daran gedacht, dass Murmeln getauscht und gesammelt werden." Dies übertrug sie auf rechtsextremistisches Gedankengut. Persönliche Erfahrungen mit der Szene hat Hofmann bisher zwar nicht gemacht. Dafür konnte die aus Brandenburg stammende Studentin diese aber beobachten. "Es ist in den neuen Ländern schon was anderes. Da gab es immer Gruppen, die richtig rechts waren. Das wusste man." Annika Ruhfaut

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