Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

LKW-Verbot nicht generell

DORTMUND Auf Drängen der B1-Initiative hat Stadtdirektor Ullrich Sierau am Dienstag ein nächtliches LKW-Fahrverbot (22-6 Uhr) zwischen den Autobahnkreuzen Dortmund West und Unna sowie ein Tempolimit beantragt.

LKW-Verbot nicht generell

Barbara Kreibich von der B1-Initiative.

Bianca Belouanas hat darüber mit Barbara Kreibich, Vorstandsmitglied der B1-Initiative, gesprochen.

Freuen Sie sich über den Erfolg? Kreibich: Naja, ob es ein Erfolg ist, muss sich noch herausstellen. Wir müssen erstmal abwarten, wie der Regierungspräsident entscheidet. Bisher hat er sich nicht sehr unterstützend gezeigt.

Also eher verhaltene Freude? Kreibich: Gewissermaßen schon. Aber wir hoffen, dass schnellstmöglich eine positive Entscheidung fällt.

In dem Antrag geht es auch um eine nächtliche Geschwindigkeits-Senkung von 60 auf 50 km/h, die möglicherweise auch auf den Tag ausgedehnt werden soll. Ist das notwendig? Kreibich: Ein Tempolimit ist generell sinnvoll. Vor Jahren haben wir bei einer nächtlichen Messung an der B1 gewaltige Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Tagsüber ist das Tempo aufgrund der hohen Verkehrsdichte automatisch geringer, aber auch dann würde ein Tempolimit Emissionen und Lärmpegel senken. Gut für die Anwohner und somit natürlich durchaus begrüßenswert.

Nachdem das Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen rechtskräftig geworden ist, hat Ihre Anwältin der Stadt mit einem Zwangsgeld von bis zu einer halben Million Euro gedroht. Hat das den Antrag beschleunigt? Kreibich: Sicherlich, doch das war es nicht allein. Die Stadt musste nach der Gerichtsentscheidung ohnehin handeln. Aber es gibt im Verwaltungsvorstand der Stadt auch genügend Kräfte, die den Sinn solcher Maßnahmen einsehen und unterstützen.

Für ein generelles Fahrverbot für LKW sind sie aber nicht? Kreibich: Nein, das wäre auch völlig abwegig. Der Quell- und Zielverkehr muss natürlich auch weiterhin nachts auf der B1 rollen dürfen, etwa um den Großmarkt zu beliefern. Aber der LKW-Durchgangsverkehr, der sich die Maut sparen will, soll nachts auf die Autobahn ausweichen.

  

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Natursteinteile hatten sich gelöst

Experte untersucht Westfalentower-Fassade

Dortmund Eine unsachgemäß bediente „Fassadenbefahranlage“ soll für die Fassadenschäden am Westfalentower verantwortlich sein. Natursteinteile hatten sich aus der Hochhaus-Fassade gelöst und waren teilweise heruntergefallen. Eine Gefahr für Mieter oder Passanten schließt der Immobilienbesitzer allerdings aus. mehr...

DORTMUND Ein Unfall auf der B1 hat am Dienstagvormittag für einen langen Stau in Richtung Bochum gesorgt. Kurz hinter der Schnettkerbrücke waren drei Autos und ein Lkw miteinander kollidiert. Der Verkehr staute sich zwischenzeitlich bis zum Hauptfriedhof in Wambel. Inzwischen sind die Straßen wieder frei.mehr...

Dortmund Der Westfalentower an der B1 ist 22 Stockwerke hoch. Seine Fassade besteht aus Natursteinplatten. In den letzten Wochen haben sich Teile gelöst und sind in die Tiefe gestürzt - zum Entsetzen der Nachbarn.mehr...