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Küchenleiter suspendiert

Klinikum: Firma liefert Fertigprodukte / Patient erlag wahrscheinlich Lungenentzündung

Eine erste Bilanz: Das vorläufige Obduktionsergebnis über den verstorbenen 77-jährigen Patienten lautete gestern: Lungenentzündung. Für die sind Salmonellen nicht verantwortlich. Mit sofortiger Wirkung hat die Klinikleitung inzwischen den Leiter der Küche beurlaubt und prüft arbeitsrechtliche Schritte. Gesundheitsamt und Klinikum gehen davon aus, dass die alte Küche am Krankenhaus-Standort Mitte das «Drehkreuz» (so Amtsärztin Düsterhaus) für die Infektionsausbreitung war. Bis zur Betriebsaufnahme der neu gebauten Zentralküche werden die Patienten über Fertiggerichte versorgt, bestellt bei einem überregional tätigen Zulieferer. Nachdem die Hälfte aller Lebensmittelproben aus der alten Küche untersucht worden sind und sich keine Erreger fanden, bleiben höchstwahrscheinlich nur die Übertragungswege Patient oder Mitarbeiter. Die Hygienekontrollen wurden nochmals verschärft. Unter Belegungsrückgang leide das Krankenhaus seit Bekanntwerden der Salmonellen-Epidemie nicht, so Chef-Onkologe Prof. Heike. Im Gegenteil: Seine Klinik führe eher eine Warteliste, musste Patienten schon abweisen. bö

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