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Krankenschwester steckte Prügel ein

DORTMUND Was trieb einen 24-Jährigen aus Wellinghofen an einem normalen Samstagabend im Februar dazu, mit den Fäusten auf eine bildhübsche Krankenschwester (21) loszugehen? Warum würgte er die junge Frau mitten in einem Internet-Cafe und schlug ihr dann auch noch ins Gesicht? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Amtsgericht am Montag.

„Ich kenne den Chef des Ladens, und der war nicht da. Weil es schon spät war, wollte ich für ihn den Laden schließen“, erklärte ein betont gelassener Angeklagter der Amtsrichterin. Weil seinerzeit aber offenbar niemand in dem Café in Kley so richtig ernst nahm, dass der 24-Jährigen den Chef spielen wollte, soll dieser plötzlich fuchsteufelswild geworden sein. Körperverletzung lautete der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Wüste Beleidigungen

Fakt ist: Aus Worten wurden an diesem Abend erst Beschimpfungen, später dann wüste Beleidigungen. Das Ganze gipfelte schließlich in einem wilden Gerangel des Angeklagten mit der weiblichen Aufsicht des Internet-Cafés. Als sich in dieser Situation dann auch noch die 21-Jährige Krankenschwester – eine Kundin, die an diesem Abend Musik-CDs brennen wollte – einmischte, habe er diese „geohrfeigt, mehr aber nicht“, so der 24-Jährige. Er selbst habe in dem Durcheinander auch einen Schlag auf die Nase bekommen.

An die Gurgel gegangen

Glaubt man der 21-jährigen Krankenschwester, ist diese Version jedoch noch bei weitem untertrieben. „Er ist mir an die Gurgel gegangen und hat mich heftig gewürgt, so dass ich kaum noch Luft bekam. Später hat er mir dann mit der Faust ins Gesicht geschlagen“, schilderte die junge Frau im Zeugenstand. Ihre Verletzungen: Zahlreiche Würgemale und eine Jochbeinprellung. Und was ist mit einer Entschuldigung, wollte die Richterin wissen? Lapidare Antwort: „Es ist passiert, was soll ich jetzt machen?“ Weil noch weitere Zeugen des Vorfalls vernommen werden sollen, geht der Prozess in die Verlängerung. Fortsetzung Mitte November.

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