Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Baupläne für Gelände des Mordhauses von Sölde

Kita entsteht an einem Ort mit besonderer Vergangenheit

SÖLDE Die Stadt Dortmund muss noch grünes Licht geben, dann soll der Bau einer neuen Kita für Sölde umgehend starten. Bis Ende 2019 soll die Einrichtung, deren Träger die Caritas ist, den Betrieb aufnehmen. Der Ort, an dem sie gebaut wird, hat eine Vorgeschichte: Dort stand ein Mordhaus.

Kita entsteht an einem Ort mit besonderer Vergangenheit

So wird die Kita, die demnächst an der Sölder Straße 146 gebaut werden wird, nach den Planungen aussehen. Foto: Michael Türk Immobilien

Auf dem mittlerweile eingeebneten Grundstück Sölder Straße 146, auf dem bis Anfang des Jahres noch das Haus stand, in dem die Witwe Gisela A. 2016 ermordet worden war, wird ein Kindergarten gebaut.

Träger ist die Caritas, als Bauherr zeichnet der Heinsberger Immobilien-Entwickler Michael Türk verantwortlich. Er investiert 3,5 Millionen Euro in das Bauprojekt.

Großes Interesse am Informationsabend

„Was den Neubau angeht, so ist soweit alles in trockenen Tüchern“, ließ Caritas-Abteilungsleiterin Elke Krause die Besucher der Bürgerversammlung im Dechant-Schröder-Haus wissen. Die katholische Kirchengemeinde St. Marien Sölde, der SPD-Ortsverein Sölde und die SPD im Stadtbezirk Aplerbeck hatten zu einem Informationsabend eingeladen, bei dem die Protagonisten des Bauprojekts über den aktuellen Stand berichteten. Bereits in den nächsten Wochen soll der Bau der Kita gegenüber dem Einkaufszentrum beginnen.

„Alles, was es für die Erteilung der Baugenehmigung braucht, ist auf den Weg gebracht worden“, sagte Jürgen Skaliks von der SPD Aplerbeck. Geplant ist eine fünfzügige Kita für 26 Kinder unter drei Jahren und 61 Kinder über drei Jahren, die wahlweise 35 Stunden oder 45 Stunden in der Woche betreut werden sollen. Wie Investor Michael Türk zusicherte, soll die Einrichtung bereits bis Ende 2019 ihren Betrieb aufnehmen können.

Investor ist in mehreren Stadtteilen aktiv

Dass das Kita-Projekt nun so schnell konkret wird, sei der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund zu verdanken, wie Investor Türk bei der Bürgerversammlung betonte. Unter seiner Regie entstehen auch in weiteren Dortmunder Stadtteilen aktuell Kindertageseinrichtungen.

Von Seiten der Stadtverwaltung erläuterte Thomas Wawrzynek-Lukaschewitz vom Jugendamt die gegenwärtige Situation bei den Betreuungsplätzen in Sölde, Sölderholz und Lichtendorf. Auf die Kinder bezogen, die hier lebten, ständen aktuell Betreuungsplätze für gut 50 Prozent der unter Dreijährigen und 100 Prozent bei den über Dreijährigen zur Verfügung. Allerdings verschärfe es auch den Druck auf die Eltern vor Ort, dass Kinder aus anderen Ortsteilen, in denen nicht genügend Betreuungsplätze vorhanden sind, Sölder Kitas besuchten.

Bedarf nach Kita-Plätzen gibt es auch in Berghofen

In Berghofen würde man noch einen deutlichen Bedarf feststellen, aber wie auch in den anderen Stadtbezirken fehle es einfach an geeigneten Grundstücken, die einen Ausbau der Kita-Infrastruktur ermöglichen würden. Obwohl nun der Neubau in Sölde die Gesamtsituation im Stadtteil weiter entzerren soll, ist noch nicht ganz klar, wie das mit dem Abhol- und Bringverkehr für die Kita-Kinder der neuen Einrichtung laufen soll.

Die Anwohner befürchten, dass sich der Verkehr auf der Sölder Straße stauen könnte, wenn morgens die Eltern der Kita-Kinder ihre Autos direkt an der Straße abstellen würden. Um eben dies zu vermeiden, gibt es zwei Lösungsansätze rund um die Parkplatzfrage.

Lösungen für die Parkplatzfrage gesucht

Zum einen bot Pfarrer Ludger Hojenski an, dass die Eltern auch den Parkplatz der Kirche St. Ewaldi nutzen könnten. Zum anderen machte Jürgen Skaliks den Vorschlag, dass der Parkplatz vor dem Einkaufszentrum gegenüber dem Neubau eine Alternative wäre, sofern Eltern sich bereit erklärten, mit den Kindern die Straße zu überqueren. Zumindest in der Anfangszeit will die SPD die Eltern sensibilisieren, den Abhol- und Bringverkehr begleiten, bis alles reibungslos läuft, so Skaliks.

DORTMUND Im Prozess um den Mord an der Sölder Witwe Gisela A. hat das Dortmunder Schwurgericht am Dienstag die Höchststrafe verhängt. Der Angeklagte Siegfried T. wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Damit ist ausgeschlossen, dass der 72-Jährige jemals wieder freikommt.mehr...

Dortmund Der Witwenmord von Sölde wird nun auch ein Fall für den Bundesgerichtshof. Der zu lebenslanger Haft mit anschließender Unterbringung in der Sicherungsverwahrung verurteilte Siegfried T. hat fristgerecht Revision eingelegt.mehr...

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

dzVerwahrloste Häuser sind Ärgernis für die Nachbarn

Schandfleck von nebenan stört in der Vorortsiedlung

DORTMUND Eigentum verpflichtet. Doch was tun, wenn Eigentümer ihre Häuser verwahrlosen lassen – ein Ärgernis für Nachbarn, die meist hilflos Zeugen des Verfalls werden. Inmitten einer gepflegten Vorortsiedlung in Dortmund-Sölderholz gibt es seit Jahrzehnten solch einen Schandfleck. Und es droht ein zweiter. mehr...

Unterführung in Sölde wird durch eine neue ersetzt

Für die Bürger ist die Planung ein Albtraum

Sölde Die Informationsveranstaltung zur Unterführung in Sölde hat eines deutlich gemacht: Die Fronten zwischen den Sölder Bürgern und der Verwaltung sind mehr als verhärtet.mehr...

Sölder Seniorinnen fordern eine Bushaltestelle

Weite Wege zur nächsten Haltestelle gefährden Mobilität

Dortmund Eine Gruppe von Seniorinnen möchte eine Bushaltestelle an der Schlagbaumstraße in Sölde, weil sie mobil bleiben will und die nächste Halstestelle für sie zu weit entfernt ist. Die Realisierung ist aber gar nicht so einfach.mehr...