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Joghurt enttarnt

Als Salmonellen-Herd am Klinikum / Acht Küchenmitarbeiter tragen den Erreger in sich

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Aus der alten Küche - hier ein Archivfoto - geht kein Essen mehr raus. Das Klinikum arbeitet mit Fertigprodukten RN-F. Menne

Von ihm genascht hat auch Mechthild Greive (Foto), Hauptgeschäftsführerin des Klinikums, die ebenfalls an einer Salmonellose erkrankt ist, wie bereits vermutet wurde. Die Lebensmittelprobe dieses Fruchtjoghurts war gestern positiv auf Salmonellen getestet worden. «Damit ist mit großer Wahrscheinlichkeit die Hauptursache gefunden», glaubt Klinikum-Sprecher Jörg Kühn. Gestern entnahm das Veterinäramt der Stadt erneut eine Probe. Nicht vom Joghurt, denn der war ja leider unwissend Erreger-verseucht bereits vor zwölf Tagen serviert worden, jedoch von der Rühr-Maschine, in der das Dessert entstand. Kühn, gefragt zu der «ersten Welle» von Salmonellen-Erkrankungen: «Am 21. Mai gab's aus der gleichen Maschine schon mal Quark.» Zurzeit ist aber immer noch unklar, wie die Salmonellen in den Joghurt gelangen konnten. Dafür können entweder Hygienemängel oder salmonelleninfizierte Mitarbeiter verantwortlich sein. Acht Beschäftigte sind inzwischen «positiv» getestet und in Quarantäne, sprich: nach Hause, geschickt worden. Wer von den Mitarbeitern der Ur-Träger der Salmonellen war, dürfte aber schwer zu eruieren sein. Und die Krankenbilanz? 53 Patienten sind betroffen sowie 14 Mitarbeiter insgesamt. Soweit die aktuellen Zahlen von gestern. Die Zahl der Verdachtsfälle sank auf 25. Vor dem Hintergrund der Salmonellen-Erkrankungen am Klinikum geht die CDU politisch in die Offensive. Kreisfrauen-Union und CDU-Ratsfraktion fordern die Besetzung einer weiteren amtlichen Veterinärstelle in Dortmund. Sowohl interne als auch externe Gutachter kamen zu dem Ergebnis, dass die fünfeinhalb Tierarzt-Stellen im Veterinäramt die glatte Unterbesetzung von einer Vollzeitstelle ergeben. bö

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Aus der alten Küche - hier ein Archivfoto - geht kein Essen mehr raus. Das Klinikum arbeitet mit Fertigprodukten RN-F. Menne

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