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Im Konzerthaus spukt's gewaltig

Normalerweise spukt Hexe Hillary im Opernhaus. Gestern ließ sie als neue Familienkonzert-Hexe des Theaters ihre Drachen im Konzerthaus fliegen und verzauberte die Kinder, von denen viele eigene Drachen dabei hatten.

Zum Hexenritt aus Humperdincks "Hänsel und Gretel" spazierte die kleine Hexe (Vera Fischer) auf die Bühne in ihr kunterbuntes Strand-Kinderzimmer - mit Planschbecken, Liegestühlen und Schwimmtieren. Die Dortmunder Philharmoniker unter Alf Hoffmann hatten für dieses erste Familienkonzert der Saison Strandkleidung angezogen.

Alf Hoffmann erzählt in seinem Kinderstück "Flieg, mein Drachen - flieg!" fantasievoll in Worten und Tönen die Geschichte der kleinen Selene, die sich vom Strand aus auf die Reise in ferne Länder macht. Nach Arabien, mitten in eine Kamelkarawane, und nach China, zum Frühlingsdrachenfest, nahm der Drachen die Kinder. Der Papiervogel trotzte auch einem klanggewaltigen Sturm im Orchester.

Eine kindgerechte Musik hat Hoffmann komponiert. Lautmalerisch, mit leicht hörbaren Melodien und Rhythmen illustrierte sie das Leben im Orient, die trabenden Kamele, die großen Drachen in China und den Sturm.

Auch eine Windmaschine, viel Schlagwerk, Harfe und Piccoloflöte hat Hoffmann, der auch Geiger bei den Philharmonikern ist, eingesetzt. Und Hillary lief geschickt durch das Orchester und machte die Kinder aufmerksam auf den großen Gong, auf die Harfe und besonders schöne Geigentöne. Die Schau hat der kleinen Hexe und dem Orchester am Ende jedoch der große Drachen gestohlen, der an einem fast unsichtbaren Faden durch den Saal schwebte. JG

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