Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Handwerker mit Passion

Wambel Vitrinen mit Geschmiedetem, Schubladensysteme, beschriftete Tütchen, Spiegel, Werkzeug, der Meisterbrief an der Wand - es herrscht kreatives Chaos in Reinhold Willekes Werkladen an der Akazienstraße.

In dem großen Raum, der eigentlich nur eine Goldschmiede mit Verkaufsraum ist, findet sich so eine ganz eigene Atmosphäre, zu der auch der gemächliche Betriebshund «Mats» beiträgt: Kunden werden zuerst von ihm freundlich begrüßt.

«Seit meiner frühesten Kindheit wollte ich schon immer Goldschmied werden. Da gab's nie eine Alternative», schmunzelt Willeke. Den Lebensunterhalt könnten er und seine beiden Mitarbeiterinnen mit dem Geschäft allerdings kaum bestreiten. Und das trotz offensichtlicher Höhepunkte wie seinem letzten großen Auftrag: Zuletzt hat Willeke für das Abschiedsspiel von Handballer Stefan Kretzschmar Erinnerungsringe entworfen und gefertigt. «Ein besonderes Extra ist der Ball, ein natürlicher Saphir, den der Spieler in der Wurfhand hält», sagt der passionierte Handwerker - und zeigt nicht ohne Stolz den Prototyp. So wie dieses Exemplar entwirft der Goldschmiedemeister oft Prototypen für Firmen, die dann später hundert- oder tausendfach produziert werden.

«Es gibt zwar schon aufwändige Computerprogramme, in unserer Branche ist aber immer noch eine erste Version gefragt, an der herumgeschliffen werden kann». Neben Ringen hat der umtriebige 52-Jährige auch schon Orden und Reversstecker oder sogar Piercingschmuck entworfen. Und obwohl er oft unterwegs ist, finden ihn seine Kunden auch bei klassischen Beschäftigungen, etwa dem Einschmelzen von Silber oder Gold. «Mit einer 1200°C heißen Flamme erhitze ich das Metall», kommentiert Willeke. Erst fängt das Edelmetall an zu spiegeln, wird dann dunkler und schwimmt schließlich in einem großen Tropfen in dem Behältnis. In eine Form gegossen und abgekühlt, ist es bereit zur weiteren Verarbeitung mit der Profilwalze, der Ziehbank und den vielen filigranen Werkzeugen. Was Willeke mit seinen Kolleginnen herstellt, trägt ganz die Markenzeichen des Handwerks: Präzision, Einmaligkeit und Ästhetik. Sewe

RN-Card-Inhaber bekommen in der Goldschmiede Willeke, Akazienstraße 83, Tel. 59 99 42, drei Prozent Rabatt. www.goldschmiedewilleke.de

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Dortmund Im letzten Jahr gab es viel Unmut über das ungepflegte Straßengrün. Jetzt soll die EDG allein das Ruder bei der Pflege übernehmen. Unter anderem schafft sie dafür ein ganz neues Gerät an.mehr...

LEG-Wohnungen in der Gartenstadt

Mieterinitiative übt harsche Kritik am Unternehmen

Gartenstadt Eine Mieterinitiative kritisiert das Vorgehen bei Sanierungsarbeiten an Wohnhäusern der LEG in der Damaschkestraße und Felkestraße. Für das Düsseldorfer Wohnungsunternehmen sind die Vorwürfe nicht neu.mehr...

Dortmund Nach einem Unfall mit einem Schulbus musste der Dortmunder Rettungsdienst ad hoc 25 Viertklässler versorgen. Ein Fall für die Freiwillige Feuerwehr, die innerhalb von zehn Minuten zur Stelle warund genau wusste, wie die Jungen und Mädchen abzulenken waren.mehr...