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Gala mit einem Traumpaar des Belcanto

Bessere Belcanto-Sänger als Sylvia Koke und Aris Argiris hat es lange in Dortmund nicht gegeben.

Sylvia Koke ist immer noch Ensemblemitglied, Aris Argiris ist leider zur Oper Bonn gegangen. Die Theater- und Konzertfreunde holten das Dortmunder Traumpaar des Belcanto am Sonntag ins Casino zurück - zu einem Abend im Gala-Format, zwei Sängern, die in ihren Paraderollen weiter gewachsen sind und dem glänzend aufgelegten Amadeus Kammerorchester unter Felix Reimann.

Traum-Traviata

Als Traviata hat Sylvia Koke sich auch außerhalb von Dortmund empfohlen. Die Rolle ohne Kulisse und Kostüm emotional so auszufüllen, dass man am liebsten mit der Violetta im Abschiedsduett mit Germont mitweinen würde, ist eine Kunst, die Sylvia Koke grandios beherrschte. Und auch eine großartige Rosina war die Sopranistin, die das Leichte und Verschmitzte der Partie brillant zum Ausdruck brachte. Schön frei klang ihr Sopran in der Arie aus "La Wally". Und in der Wahnsinnsarie von Donizettis Lucia hatte sie den Trance in den Augen und den Wahnsinn in der Stimme - diese Rolle konzertant so tief auszuleben und die halsbrecherischen Koloraturen in der nicht gerade sängerfreundlichen Akustik des Saals so gestochen klar zu singen, ist mehr als Wahnsinn.

Bilderbuch-Barbier

Aris Argiris ist der Dortmunder Bilderbuch-Barbier. Und auch er ist in dieser Rolle noch selbstbewusster geworden, füllte und beherrschte den Saal mit der Figaro-Cavatine, als wäre das ganze Casino ein Friseursalon. Nicht nur mit seinem weich fließenden Belcanto-Bariton begeisterte er die Konzertfreunde, sondern auch als vorzüglicher Verismo-Sänger und kraftvoller Verdi-Sänger. Kleine Überraschung des Griechen: Für die Alfredo-Worte in der Violetta-Arie hatte er einen befreundeten, sehr guten Tenor mitgebracht.

Zum dritten Mal gestaltete das Amadeus Kammerorchester eine Gala der Theater- und Konzertfreunde. Mit italienischem Temperament und der großen Genauigkeit, die vor allem Rossinis Musik braucht, dirigierte Reimann das Orchester, das an diesem Abend ein "Gioacchino Kammerorchester" war. JG

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