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Flackern im Schlafzimmer

Kurl 50 Jahre sind meist ein Grund zu feiern. Doch wer nun an einen herkömmlichen Geburtstag denkt, ist auf dem Holzweg.

Denn die Bewohner der Danckwardtstraße sind 1957 in ihre Häuser eingezogen und wohnen mittlerweile in der dritten Generation unter einem Dach. Anlässlich dieses Ereignisses trafen sich die meisten von ihnen im «Haus Buchbinder». «Unser Wunsch für die Zukunft ist erstmal, dass wir den 60. auch noch alle erleben», sagte Elisabeth Franke mit Blick auf das erhöhte Alter einiger Bewohner. Nebenbei bemerkt ist ihr Ehemann der «dienstälteste» Bewohner. Elisabeth Franke war es auch, die das Treffen der Nachbarn arrangierte. «Das liegt aber sicher nicht an meiner Tätigkeit als Schiedsfrau. Das Treffen zum 45-Jährigen haben wir ja auch schon alle zusammen auf die Beine gestellt. So eine Versammlung in gemütlicher Runde ist für uns alle viel einfacher als ein aufwendiges Straßenfest», sagte Franke lächelnd. Garagen statt Ställe Die Danckwardtstraße gehört zur so genannten Kolping-Siedlung, der auch die Lange Wiese oder die Minoritenstraße angehören. Die Siedlergemeinschaft wurde schon in den 40er Jahren gegründet. Bauträger war die «Christliche Familie». Und der Freiherr von Böselager war zunächst noch der Eigentümer des Landes. Das einheitliche Aussehen jedoch hat sich mittlerweile verändert: Die Ställe mussten Garagen weichen, und die ursprünglichen Nutzgärten gibt es in dieser Form natürlich auch nicht mehr. Auch vor Verbrechern war man in der langen Zeit nicht sicher: «Drei Häuser waren im Jahr 2004 Opfer von Einbrechern. Leider auch unseres. Wir sahen noch Krümel auf der Treppe, müssen die somit wohl gestört haben. Seitdem achten wir immer besonders auf Autos, die eigentlich nichts in unserer Straße zu suchen haben», so die langjährige Anwohnerin Diethild Lessmann. Besorgter Anruf Die große Sorge der Nachbarn führte auch zu einer lustigen Episode. Elisabeth Franke erzählte: «Ich sah seiner Zeit ein komisches Flackern im Schlafzimmerfenster der Lessmanns. Ich rief besorgt drüben an, denn ich meinte, dass sie gerade erst in den Urlaub gefahren waren. Doch Diethild meldete sich und sagte, sie zappe gerade im Fernsehen und führe erst am nächsten Tag.» Läm

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