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"Fernsehen ist wie Fast Food geworden"

"Fernsehen ist wie Fast Food geworden"

<p>Großer Genießer: Fernsehkoch Alfred Biolek. RN-Fotos Menne</p>

Kochen beginnt im Kopf. Und wer sich nicht vorstellen kann, wie "Lungenbraten nach Mama Biolek" auf dem Teller aussieht, könnte am Herd ins Schwitzen kommen. Denn auf Hochglanzbilder hat Alfred Biolek bei seinem jüngsten Kochbuch "Die Rezepte meines Lebens" verzichtet. "Dafür sind alle Rezepte in meiner Sendung ausprobiert worden", versicherte der gut gelaunte Gourmet gestern bei der Buchpräsentation bei Karstadt.

Showküche

Zahlreiche Foto-Handys klickten, als sich der Fernsehkoch ("Alfredissimo") in der Karstadt-Showküche die weiße Schürze umband und zusammen mit Wolfgang Sauer, "Le Buffet"-Produktmanager, asiatisch gewürzte Garnelen in der Pfanne pfefferte. Und schließlich seine Probierportion genüsslich verspeiste.

Dass er nicht nur ein guter Koch ist, sondern zugleich ein kritischer, hatte der populäre Genießer der Nation zuvor in kleiner Runde kundgetan. "Die Zutaten müssen gut und frisch sein. Eine Zeit lang habe ich Graved Lachs nicht mehr selbst gebeizt, weil bei der Fischzucht Medikamente eingesetzt werden. Meine Antibiotika kaufe ich aber lieber in der Apotheke."

Auch beim Fernsehen zieht sich dem 73-Jährigen manches Mal der Magen zusammen. "Das Fernsehen ist wie Fast Food geworden. Flach und austauschbar." Und so schmeckt ihm auch nicht, was Tag für Tag auf allen Kanälen dampft. "Ich hab' noch nie eine Kochshow gesehen, nur mal für drei Minuten bei Kerner rein geschaltet - da ist mir schlecht geworden."

Wildfan

Alfred Biolek brutzelt lieber so oft wie möglich selbst. "Drei- bis viermal die Woche koche ich abends." Natürlich auch Heiligabend. "Ich bin ein großer Wildfan", gesteht Biolek. "Weihnachten gibt es bei uns einen Rehrücken." Ten

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