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Fast-Food ohne Auto-Schalter

DORTMUND Das an der B1 geplante Fast-Food-Restaurant Kentucky Fried Chicken muss auf einen Autoschalter verzichten. Diese Auflage hat die Stadt dem Betreiber gemacht, der auf dem Gelände der ehemaligen Gastro-Betriebe SBB, Edo und Meyer Lanskys´s einen KFC errichten will. Grund: die Furcht vor Rückstaus hungriger Autofahrer auf die Bundesstraße 1.

Fast-Food ohne Auto-Schalter

Am Standort des ehemaligen SBB-Restaurants soll ein Kentucky Fried Chicken entstehen.

Schon seit dem 6. September liegt die Baugenehmigung der Stadt für die geplante Systemgastronomie in dem früheren SBB-Restaurant, im Ex-Japaner „Edo“ und in der einstigen Cocktail-Bar Meyer Lansky‘s am Westfalendamm 166 vor. Wie berichtet, will sich hier die amerikanische Hähnchen-Schmiede „Kentucky Fried Chicken“ (KFC) niederlassen. Axel Jeschka aus dem Bauordnungsamt bestätigte auf Anfrage, dass zwar der Baustart dem Amt angezeigt worden sei, bis heute aber noch keine Fertigstellung gemeldet wurde. Bereits am 21. Dezember 2006 soll der neue Pächter und spätere Betreiber des KFC-Restaurants, Zeljo Visic aus Karlsruhe, beim Geschäftsführer der SBB, Manfred Peuckmann, unterschrieben haben. Nachfragen bei der Stadttochter SBB Dortmund GmbH (Dienstleistungs- und Handelsbetriebe) ergaben lediglich die Auskunft, man wisse nicht, wann das Projekt fertiggestellt sei. Die SBB ist Eigentümerin des Gebäudekomplexes.

Rückstau auf B1 befürchtet

Die Stadt genehmigt dem neuen Betreiber allerdings nicht den ursprünglich geplanten Auto-Schalter. In dem geforderten verkehrstechnischen Gutachten hätte nicht einwandfrei geklärt werden können, inwieweit es beim Abbiegen von der B 1 Richtung Essensausgabe für Autofahrer nicht zu einem Rückstau bis auf die viel befahrene Bundesstraße kommt, so Jeschka. Zur Erinnerung: 2001 scheiterte die Ansiedlung von „Kentucky Fried Chicken“ an anderer Stelle der B 1 am Widerstand von Anwohnern, Politik und Verwaltung.

 Per Veränderungssperre wurde der Ausbreitung von Fast-Food-Ketten ein Riegel vorgeschoben. Ausgerechnet die Stadttochter SBB nutzte den damaligen Ratsbeschluss, nach dem die Veränderungssperre nicht für Bestandsgebäude gilt. Anbauten haben demnach keine Chance auf Genehmigung, Gastronomie in – äußerlich nicht veränderten Gebäuden – schon. Schwierigkeiten gibt es offenbar noch mit der Außenwerbung. Sie ist bis jetzt nicht genehmigt worden. Der Investor will alle drei früheren SBB-Gastrobetriebe zusammenführen – mit einer Gesamtfläche von 860 Quadratmetern.

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