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Faire Naschkatzen

Mit Spiel, Spaß und Schokolade versüßte die Verbraucherzentrale gestern 17 Besuchern ihrer Kinderakademie die Themen fairer Handel, Globalisierung und Nachhaltigkeit.

Dafür wechselte kurzerhand jeder der acht- bis zwölfjährigen Teilnehmer die Nationalität. Als Einwohner von Nigeria, Ghana, Indonesien oder der Elfenbeinküste lauschten sie der Geschichte des Mädchens Susi, das dank des fairen Handels gerecht für die Kakaobohnen-Ernte bezahlt wird und sich deshalb den Schulbesuch leisten kann.

Anschließend befassten sich die Kinder in den Räumen am Gnadenort ganz praktisch mit der "Schokologie", wie Volker Mahlich, Umweltberater der Verbraucherzentrale, das Thema bezeichnet. Besonderer Beliebtheit erfreute sich der Stand zum Schokoladetesten. Auf Karteikarten bewerteten die Kinder Geruch, Geschmack und Aussehen der drei Sorten Zartbitter, Vollmilch und Weiße Schokolade. Klarer Sieger der Geschmacksprobe: "Weiße Schokolade, die ist so schön süß und lecker", so der zwölfjährige Marlon.

Beim Memory-Spiel lernten die Kinder, welche Siegel es für fair gehandelte Produkte gibt, bevor sie an der nächsten Station Bilder und Text zur Kakaobohnen-Ernte einander zuordnen und in die richtige Reihenfolge bringen mussten. Ein Stückchen weiter wurde sich im Schneidersitz auf den Boden gesetzt und gegenseitig anhand von Quiz-Kärtchen das Wissen der anderen Gruppenmitglieder abgefragt.

Schließlich durften auch noch überdimensionale Kakaobohnen auf Papier in leuchtenden Farben ausgemalt und ausgeschnitten werden. "Das ist nachher ihre Handelsware", verrät Helga Jänsch vom Agendabüro Dortmund. Als Höhepunkt der "fairspielten Kinderakademie" spielte Volker Mahlich die einzelnen Ländergruppen gegeneinander aus.

"Ich behaupte, die Bohnen sind schlecht ausgemalt und von schlechter Qualität", sagt er. Dann wollte er die Kinder zeitlich mit dem "Verkauf" unter Druck setzen und bei fallenden Preisen immer mehr Bohnen fordern - kein fairer Handel, damit sie Fairness zu schätzen lernen. bel

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