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Fahnen wieder gefunden

Marten Vier von fünf Fahnen der einst weit verstreuten Kompanien des Bürgerschützenvereins (BSV) Marten sind wieder da, wo sie hingehören. Im Vereinsbesitz nämlich.

Zu verdanken ist das dem Vorsitzenden Manfred Rippa. Er sorgte dafür, dass sie demnächst im neuen Vereinsheim einen festen Platz bekommen. Es war kein leichtes Unterfangen, denn der Verein hat eine bewegte Vorgeschichte.

1833 wurde der Bürgerschützenverein Marten gegründet. Schon nach einiger Zeit stellte sich heraus: Die Wege der Mitglieder zu einem gemeinsamen Standort waren weit, zu weit. Darum teilten sich die Mitglieder in Kompanien auf, die ihre Standorte zwischen Dorstfeld, Hangeney, Marten bis fast nach Lütgendortmund hatten.

Dies ging so bis 1975, dann lösten sich die Kompanien auf und es wurde wieder ein BSV Marten mit einem gemeinsamen Standort. Der Verein zog 1989 in ein eigenes Vereinsheim an der Straße "An der Wasserburg".

Der heutige Vorsitzende Manfred Rippa machte sich nun Gedanken über den Verbleib der Kompaniefahnen. Denn fest stand, jede der fünf Kompanien hatte eine eigene Fahne.

Die Fahnen der ersten, zweiten und dritten Kompanien waren in angemessener Zeit zusammengetragen, und erst mit Hilfe des Dorstfelders Egon Düsterhöft, der Mitte 2007 dem Martener Schützenverein beitrat, gelang es, auch die Fahne der 5. Kompanie, die damals in Dorstfeld beheimatet war, zu finden.

Über das Alter der Fahne können die Schützen noch keine Angaben machen. Aber zwei Dinge auf der Fahne geben Hinweise. Auf der Vorderseite der Fahne ist als Landessymbol nur das westfälische Ross und auf der Rückseite der viel sagende Spruch: "So fast as Duörpen".

Zu dieser gemeinsamen Anstrengung passt der Wahlspruch der Martener Bürgerschützen: "Mit vereinter Kraft gar oft gelingt, was einer nicht zu Stande bringt."

Jetzt fehlt nur noch die Fahne der ehemaligen vierten Kompanie. Manfred Rippa würde sich freuen, wenn vielleicht die Nachkommen der ehemaligen Kompaniemitglieder noch etwas über den Verbleib der Fahne mitteilen können. hgn

Für jeden sachdienlichen Hinweis ist er unter Tel. 61 31 33 zu erreichen.

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