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Es klärt sich auf in Schönau

Schönau Die Baumaßnahme der Emschergenossenschaft mitten in Schönau ist nicht ohne. Gleich an drei verschiedenen Stellen geht es mit schwerem Gerät in den Erdboden - neue Abwasserkanäle entstehen.

Es klärt sich auf in Schönau

<p>An der Schönaustraße entsteht ein Schachtbauwerk.</p>

Das Ziel: die Emscher sauber zu bekommen und damit die Renaturierung voran zu treiben. Dazu muss allerdings erst einmal gewährleistet sein, dass keine Abwässer mehr in die Emscher gelangen. Das Problemkind in Schönau heißt Rüpingsbach. Ein über drei Kilometer langer offener Bachlauf, der zur Ableitung des Abwassers im Großraum Barop genutzt wird. Dieser mündet kurz hinter der Straße Diekmüllerbaum in die Emscher und gleicht bisher einer Kloake.

Das soll sich durch die Verlegung eines neuen Abwasserkanals ändern. Daher wird zurzeit am Beisterweg und an der Schönaustraße kräftig gebuddelt. Hier entstehen Baugruben, die dazu dienen, die Kanalrohre, die im Vortriebverfahren im Untergrund verlegt werden, aufzunehmen. Nach der Verlegung laufen die Kanäle in Schachtbauwerken zusammen und werden von dort aus in den Abwasserkanal Richtung Deusen geleitet.

Schachtbauwerk

Aufgerissen werden die Straßen im Übrigen nicht weiter. Bis auf die Gruben verläuft alles unterirdisch.

«Zwei Teilstücke im Bereich des Rüpingsbaches sind schon fertig », erklärt Stefan Bottzeck, Projektleiter der Emschergenossenschaft. «Der dritte Teilabschnitt ist gerade im Bau.» Hierbei wird am Beisterweg/An der Palmweide noch ein großes Schachtbauwerk fertiggestellt. «In etwa drei bis vier Wochen beginnen hier die Arbeiten», sagt Bottzeck. Aber nicht nur der Rüpingsbach bekommt seinen Abwasserkanal, auch die Emscher muss vom Schmutzwasser getrennt werden. Dafür entsteht nördlich der Uferstraße ein Kanal plus Überlaufbauwerk. Auf ca. 90 Metern Länge wird hier der Fluss des Emscher-Abwassers gedrosselt.

Nach der Fertigstellung werden lediglich ein paar Schachtdeckel an die große Baustelle erinnern. Und wo jetzt noch Bagger regieren, große Kanalrohre in Reih und Glied liegen und auf ihren Einsatz warten, «wird später einmal ein richtiges Sahnestückchen entstehen», ist sich Bottzek sicher. Dazu soll viel Grün das Gelände aufwerten.

Arbeiten 2008 beendet

Oktober 2008 sollen die Kanalarbeiten in Schönau abgeschlossen sein. Die Kloake Rüpingsbach wird dann der Geschichte angehören. Auch der Baustellenverkehr, der den Anwohnern nach wie vor ein Dorn im Auge ist, hat sich dann verabschiedet, und ein sauberer Rüpingsbach mündet munter plätschernd in die Emscher. jöb

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