Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Einmischen erwünscht

Einmischen erwünscht

Beim Jahresempfang der Industrie- und Handelskamme: IHK-Präsident Udo Dolezych, Michael Makiolla, Landrat des Kreises Unna, Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer und IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz (v.l.).

Die IHK-Region ist auf einem guten Weg, befindet sich "auf der Sonnenseite".

Dieses positive Fazit zog Montag Udo Dolezych, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) beim traditionellen Jahresempfang vor ca. 700 Gästen. Eine repräsentative IHK-Blitzumfrage bei den Unternehmen belege diese Aussage. Mehr als 90% der Befragten beurteilen ihre gegenwärtige Lage mit gut oder befriedigend. Weit mehr als die Hälfte der Unternehmen geht davon aus, dass es so bleibt, und ein Viertel rechnet sogar mit einer weiteren Verbesserung.

Dolezych zeigte sich überzeugt, dass dieser positive Trend die Wirtschaft weiter beflügeln werde. Einen weiteren Grund für den Optimismus sieht er in den derzeitig glänzenden wirtschaftlichen Rahmendaten. Er warnte davor, durch düstere Prophezeiungen das positive Klima zu zerreden. "Gute Stimmung ist einer der wichtigsten Erfolgs-Parameter für die Wirtschaft, schlechte Stimmung lässt auch die hoffnungsvollsten Wachstumspflänzchen verkümmern."

Noch mehr Einfluss auf die Politik zu nehmen, fordern die Unternehmen von der IHK. Fast 40% der Befragten erwarten ein vermehrtes "Einmischen" in die Kommunal- und Regionalpolitik. Diesem Wunsch kam der IHK-Präsident gleich nach. So forderte er eine klare Positionierung der Politik zum Dortmund Airport. "Wenn ich mit Investoren aus dem Ausland rede, wissen Sie, was dann eine der ersten Fragen ist: Wo ist der nächste Flughafen?"

Darüber hinaus sollten die "unsachlichen Diskussionen" um Feinstäube und die damit verbundenen Umweltzonen beendet werden. Es würde häufig so getan, als würde alles schlimmer. Tatsache sei, dass die Staubgesamtemission in Dortmund von 1990 mit 3724 t pro Jahr auf heute 557 t gesunken seien.

Eine Lanze brach Dolezych für den Energiestandort "Westfälisches Ruhrgebiet". "Das jüngste Gemeinschaftskraftwerk Trianel in Hamm ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Planung für ein Steinkohlekraftwerk ein zweiter. Auch der Neubau eines 750-Megawatt-Kohlekraftwerkes im Lünener Stummhafen darf nicht gefährdet werden."

Wie gut die Region aufgestellt ist, bewiesen bei der Umfrage die Antworten auf die Fragen nach ihren Stärken. Gleich dreimal würden hier unter den ersten vier Faktoren die Menschen genannt. Hier stimmten die Mentalität, die Qualifikation und auch die Bevölkerungsdichte. Diese Einschätzung kommentierte der IHK-Präsident mit dem Satz "Die Menschen bei uns im westfälischen Ruhrgebiet sind unser bestes Kapital!"

Nachholbedarf sieht Dolezych noch beim Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Nur 30% der befragten Unternehmen haben bisher Kontakt zu einer Hochschule oder sonstigen wissenschaftlichen Einrichtung gesucht. Hier werde die IHK in ihrer Arbeit ansetzen, um noch bestehende Hürden beiseite zu räumen.

Der Präsident schloss seine Rede mit einer positiven Nachricht: Die IHK-Vollversammlung habe beschlossen, im zweiten Jahr in Folge den Umlagesatz bei den Beiträgen zu senken - ohne Einschränkung der Leistungen..

Weitere Fotos vom IHK-Empfang finden Sie unter www.RuhrNachrichten.de/dortmund

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Dortmund Man muss es dem internationalen Autorenverband PEN zuschreiben, dass Dortmund einen Stadtschreiber oder eine Stadtschreiberin bekommen soll – wie 22 andere deutsche Städte. Dortmund hat allerdings eine buchstäbliche Besonderheit.mehr...

dzRestaurant-Check: Die Taberna Andaluza

Tapas, Tapas und noch mehr Tapas in der Nordstadt

DORTMUND Die Taberna Andaluza liegt versteckt mitten in der Nordstadt. Verbringt man dort einen Abend, vergisst man jedoch schnell, wo man gerade isst: Ein Besuch in dem Restaurant fühlt sich an wie ein Kurztrip nach Spanien. Ob auch die Tapas wie Ferien im Süden schmecken, haben wir für unseren Restaurant-Check getestet.mehr...

Mengede Kein Bebauungsplan, kein Bauantrag und trotzdem beginnt ein Gütersloher Unternehmen mit vorbeiretenden Arbeiten auf einem Grundstück in Mengede. Das hat nun Konsequenzen.mehr...