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Eine Straße einfach weggefegt

Bittermark Jeden Donnerstag ist es soweit. Durch die Alte Ruhrwaldstraße quält sich das Reinigungsfahrzeug der EDG und nimmt den ungleichen Kampf mit dem unebenen Untergrund auf.

Wobei uneben noch geschmeichelt ist für die gut 60 Meter «ehemalige» Straße. Lose Steine, tiefe Löcher und Risse machen dieses Stück Fahrbahn zu einer Teststrecke für Wanderschuhe. «Eine Reinigung der Straße ist wegen der Fahrbahnbeschaffenheit einfach nicht möglich», erklärt Anwohner Klaus Walter. Seit über dreißig Jahren wohnt er mit seiner Frau Renate an der Alten Ruhrwaldstraße. «Die Fahrbahn war schon immer in einem schlechten Zustand. Aber das ist nicht der Punkt.»

Harter Kehrbesen

Die richtigen Probleme begannen im April 2006. Ab diesem Zeitpunkt hat sich die EDG zum Ziel gesetzt, die Straße zu reinigen. Was aber prompt nach hinten losging. Unter den harten Kehrbesen der Reinigungsmaschinen kapitulierte der letzte, traurige Rest an Straßenbelag. «Ganze Brocken werden hinausgefegt», so Walter. Von einem Reinigungseffekt ganz zu schweigen. «Wir zahlen für eine Leistung, die nicht erbracht werden kann», sagt der Anwohner. «Eigentlich zahlen wir sogar doppelt.» Denn einmal im Monat würden städtische Bedienstete einige der unzähligen Löcher mit ein wenig Teer schließen. Diese Flicken halten dann genau bis zum nächsten Besuch der Kehrmaschine.

Stabile Altkonstruktion

«Seit der Straßenreinigung hat sich der Zustand der Straße dramatisch verschlechtert», erzählt Nachbar Manfred Freitag und blickt kopfschüttelnd über die Kraterlandschaft, die als Straße ausgewiesen ist. «Wir haben versucht, der Stadt die Situation klarzumachen. Als Antwort haben wir erhalten, dass die Straße eine stabile Altkonstruktion aufweist und daher auch zu reinigen sei», sagt Klaus. Die Anwohner jedenfalls sind reichlich verärgert. Briefe an die Stadt Dortmund, den Oberbürgermeister, an die Bezirksvertretung in Hörde und an den Ausschuss für Bürgerdienste folgten. Das Ergebnis war gleich Null.

Die Straße wird immer schlechter, die Kehrmaschine macht ihre Runden, die Anwohner zahlen weiter ihre Gebühren. Ein Lichtblick gibt es dennoch. Die Erneuerung der Straße wurde im Zuge einer Kanalbaumaßnahme in Aussicht gestellt. jöb

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