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Ein Stück Geborgenheit

Hell, freundlich, wohnlich, wichtig - die neuen Räume der Onkologischen Ambulanz im St.-Johannes-Hospital geben den schwer kranken Patienten die nötige Geborgenheit.

Ein Stück Geborgenheit

<p>Die neue Onkologische Ambulanz: Teamleiterin Christina Holzem, Dr. Hermann Josef Pielken (2. v. r.) und Dr. Volker Hagen (r.) kümmern sich um ihren Patienten Wilfried Landmann. Reminghorst</p>

Oft bis zu 30, 40 Krebspatienten am Tag finden hier, im frisch renovierten Teil des Joho-Hauptgebäudes die nötige medizinische Versorgung außerhalb eines stationären Aufenthaltes. Der wird von den Krankenkassen nur noch bezahlt, wenn er zwingend erforderlich ist.

Nach vier Monaten Bauzeit und stressiger Enge im Provisorium, der alten Intensivstation des Johannes-Hospitals, finden die onkologischen Patienten jetzt wieder ihre Anlaufstelle in den ursprünglichen Räumen in einem der ältesten Gebäudeteile, im ehemaligen Kapellenflügel, der um 1890 erbaut wurde. Zwischenzeitlich waren hier u. a. OP-Säle und die Chirurgische Ambulanz beheimatet. Immer wieder wurden an dem im Krieg zerstörten und anschließend wieder aufgebauten Flügel in den vergangenen 50 Jahren Umbauten vorgenommen. Der jüngste Bau kostete 290 000 Euro.

Günther Nierhoff, Geschäftsführer der Katholischen St.-Johannes-Gesellschaft, und Franz Josef Klein, Vorsitzender des Verwaltungsrates, sahen den Handlungsbedarf: In den letzten fünf Jahren habe sich die Zahl der stationären onkologischen Patienten verdoppelt auf jetzt fast 3000 Fälle (samt der Mehrfachbehandlungen).

Sie werden nach ihrem Krankenhausaufenthalt ambulant weiter behandelt. Dr. Volker Hagen, Oberarzt in der Klinik für Innere Medizin II (mit den Teilgebieten Hämatologie/Onkologie), nennt ein Beispiel: «Ein fortgeschrittener Dickdarmkrebs hatte Anfang der 80er Jahre nur eine Überlebenschance von neun Monaten. Heute ist sie auf fast drei Jahre angewachsen.» Chefarzt Dr. Hermann Josef Pielken ergänzt: «Die Chemotherapien sind heute dank des medizinischen Fortschritts auch in der Begleitmedikation für Patienten viel verträglicher als noch vor wenigen Jahren. Häufig ist nur eine erste Therapieeinheit unter stationären Bedingungen notwendig.» bö

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