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Eifersuchts-Streit: Koch naschte in fremden Betten

«Er war ein Monster für mich. Das war nicht mehr der Mann, in den ich mich verliebt hatte.» Unter Tränen schilderte die 22-jährige Auszubildende vor dem Amtsgericht das Ende ihrer kurzen Beziehung zu einem Dortmunder Koch. Der Mann soll sie geschlagen, auf die Treppe geschubst und gewürgt haben. Deshalb wird ihm nun der Prozess gemacht.

Und das alles wohl nur deshalb, weil der Koch das Naschen nicht lassen konnte. Unmittelbar vor dem finalen Streit will die 22-Jährige im Computer ihres Freundes nämlich pikante Fotos gefunden haben. Der Koch mit einer anderen Frau im Bett? Ihr war klar, was das zu bedeuten hatte: «Es war alles kaputt», sagte die Frau in ihrer Zeugenvernehmung.

Der Angeklagte sieht die Ereignisse jenes 25. Juli 2006 dagegen etwas anders. Klar, es sei damals zu einem handfesten Streit mit der 22-Jährigen gekommen. Nicht er, sondern sie sei dann aber völlig ausgerastet: «Sie war betrunken, schmiss mit einer Flasche Wein und einem Aschenbecher nach mir», behauptete der Koch im Prozess. Schließlich sei seine Partnerin ins Badezimmer gerannt, habe die Tür hinter sich abgeschlossen und Tabletten geschluckt. «Da habe ich sofort die Tür aufgebrochen und den Notarzt gerufen», erinnerte sich der 23-Jährige.

Dass sie tatsächlich damals vorhatte, sich das Leben zu nehmen, will die Zeugin gar nicht bestreiten. «Ich wollte es tun, damit nichts mehr passieren konnte. Für mich ist er krank», sagte sie der Richterin - und weinte erneut. Zum Glück hatte sie damals aber «nur» ein paar Schmerz- und Durchfalltabletten genommen. Nach kurzer Behandlung im Krankenhaus konnte sie schon wieder nach Hause zurückkehren.

Dort lebt sie inzwischen allein. Der Koch brutzelt jetzt in Süddeutschland - ziemlich weit weg. In der übernächsten Woche muss er aber noch einmal nach Dortmund kommen. Dann will das Amtsgericht weitere Zeugen vernehmen und das Urteil gegen ihn verkünden. von

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