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«Ehrenamt vorleben»

WAMBEL «Die Dankbarkeit in den Augen der Menschen ist die schönste Belohnung für uns Ehrenamtliche», sagt Helmut Feldmann, Vorsitzender der AWO Körne/Wambel.

Entsprechend vielseitig ist das Angebot seiner Ortsgruppe. Die ganze Woche bietet die AWO in ihrer Begegnungsstätte am Wambeler Hellweg 7 vielseitige Aktivitäten für Senioren und auch speziell für Demenzkranke (mo 13 bis 18 Uhr).

In den durchschnittlich 20 Wochenstunden organisieren die Ehrenamtlichen unter anderem gemeinsames Essen, Spiele, Bingo, Basteln (di u. fr 14 Uhr), Handarbeit (di 14 Uhr) sowie Gymnastik für ältere Menschen. In der Aula der Liborischule finden einmal monatlich Informationsveranstaltungen zu sozialen Themen und Gesundheit sowie Tanznachmittage statt. Neben dem Zeitaufwand stellt das Engagement oft eine hohe psychische Belastung dar. Doch die Mitarbeiter sind in Gruppen tätig und können sich so gegenseitig unterstützen. «Ich lebe das Ehrenamt auch meiner Familie vor, um sie dafür zu begeistern», sagt Elke Ewe.

Und Elfi Krüger erklärt: «Wir haben genügend Freizeit, und diese sollten wir auch sinnvoll nutzen.» Sie alle wissen, wie viel sie von der Tätigkeit für sich selbst mitnehmen und lernen können. So sei es ein schönes Gefühl mitzulachen, wenn man Menschen zum Lachen gebracht habe. «Es kommt viel zurück, auch von den Angehörigen. Das ist wie ein Schatz», so Feldmann. «Das Dankgefühl ist unbezahlbar», fügt Christine Gilbert hinzu, die für die Beratung der Angehörigen und die Begleitung der Ehrenamtlichen zuständig ist. Wenn man in die Runde blickt, fällt einem auf, dass die Helfer selbst nicht mehr die Jüngsten und zum großen Teil Rentner sind. «Es ist schwierig, Nachwuchs zu bekommen, die jungen Leute fragen meist nur nach Bezahlung», weiß Feldmann.

«Das Interesse am Ehrenamt ist sehr gering, ich hoffe, dass mit einem neuen Gesetz zur Steuervergünstigung der Ehrenamtlichen wieder mehr junge Menschen zu uns kommen.» Jugendliche sollten bedenken, dass auch sie älter würden und Hilfe nötig haben könnten, argumentiert Feldmann.

Im Hinblick auf die «Alterung» der Gesellschaft sei es enorm wichtig, dass Nachwuchs einspringt. «In der Zukunft wird sich die Betreuungsform für ältere Menschen gänzlich wandeln, ich weiss nicht genau wie, aber wie heute wird sie nicht mehr möglich sein. Doch es muss irgendwie gehen.» Mehr junge Ehrenamtliche würden im Hinblick darauf viel bewegen können. Nils Bickenbach

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