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Spargel-Ernte in der Großstadt Dortmund

Edelgemüse wächst auf Dortmunder Heimaterde

Dortmund NRW ist eine der drei großen Spargel-Anbauregionen in Deutschland. Einen Ernte-Beitrag leistet auch der Steffenhof aus Dortmund – der erste landwirtschaftliche Betrieb mit eigenem Spargelfeld in der Großstadt. Hier Tipps für den richtigen Spargel-Kauf, bei dem es quietschen muss.

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Tobias Erve Steffenhof Grüner Spargel Foto Banderm
Tobias Erve zeigt eine handvoll grünen Spargel aus dem Anbau in Benninghofen. In dieser Saison will er rund 900 Kilogramm verkaufen und in den nächsten Jahren den Ertrag langsam steigern.

Foto: Peter Bandermann

Spargelfeld Steffenhof Auf dem Mühlenhofe Foto Ban
Unter der weißen Folie wächst unter Gewächshaus-Bedingungen auf Dortmunder Erde der grüne Spargel an.

Foto: Peter Bandermann

Grüner Spargel Steffenhof Spargelfeld Foto Banderm
Der Anbau auf dem Feld in Benninghofen soll im ersten Jahr eine Ernte von rund 900 Kilogramm liefern.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Benninghofen Foto Bandermann (1)
Der Steffenhof und sein Hofladen liegen mitten in Benninghofen.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Foto Bandermann (2)
Der Hof ist seit Jahrhunderten ein Familienbetrieb.

Foto: Peter Bandermann

Grüner Spargel Steffenhof Foto Bandermann (8)
Grüner Spargel vom Steffenhof: Das Edelgemüse ist auch bei jungen Genießern sehr beliebt.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Kartoffeln Foto Bandermann (5)
Auch die Kartoffeln stammen aus regionalem Anbau. Der Lieferant ist der Familie Erve persönlich bekannt.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Gemüse Foto Bandermann (6)
Das Gemüse stammt aus der Region.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Gemüse Foto Bandermann (5)
Blick in den Dortmunder Steffenhof.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Gemüse Foto Bandermann (4)
Obst und Gemüse stammen aus regionalem Anbau.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Foto Bandermann (7)
Hofladen-Gründer Matthias Erve im Kundengespräch.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Ferkel Foto Bandermann (15)
Ein Ferkel blickt neugierig durch den offenen Stall.

Foto: Peter Bandermann

Schmal, kein Gehweg, kaum Verkehr: Die Straße „Auf dem Mühlenhofe“ ist eine der unauffälligen Dortmunder Straßen. Auf dem Feld gleich hinter dem ersten Haus auf der rechten Straßenseite sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht. Katzen streifen durchs Revier. Greifvögel kreisen am Himmel. Dann stoppt ein Trecker auf dem Feld. Tobias Erve steigt herab.

Dortmunds erster Spargelbauer

Der 26-jährige Landwirt aus Benninghofen ist Dortmunds erster Spargelbauer und erntet täglich das Ergebnis eines 2017 gewagten Experiments. Für den eigenen Verkauf. Den 300 Meter Luftlinie entfernten und von seinen Eltern gegründeten Hofladen beliefert er mit frischem grünem Spargel. Bis zum Ende der Saison im Juni sollen es rund 900 Kilogramm sein.

Wie Tobias Erve auf die Spargel-Idee gekommen ist und worauf er bei der Ernte in Benninghofen achten muss, erklärt er in diesem Video, in dem auch der Koch Willi Überacker zu Wort kommt:

Tobias Erve ist einer von rund 400 Spargel-Anbauern in Nordrhein-Westfalen. 131 davon sind der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe mit Sitz an der Germaniastraße in Marten angeschlossen. Sie bilden die „Spargelstraße NRW“.

Sprecherin der organisierten Spargelanbauer ist Christiane James. Hier ihre Tipps für den Spargelkauf und den Genuss des Edelgemüses:

  • Beim Kauf das Ende der Stange betrachten. „Die Schnittstelle ist das A und O. Sie soll trocken und glatt sein“, sagt Christiane James. Ist die Schnittstelle zusammengezogen, ist der Spargel schon fünf bis sechs Tage alt und nicht mehr frisch.
  • So testen Sie die Frische im Hofladen, im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt selbst: „Lose Stangen aneinanderreiben. Quietscht es, ist der Spargel frisch.“
  • Spargel soll fest und nicht weich sein. Je länger er liegt, desto labberiger wird er.
  • Beim Kauf auf feste geschlossene Köpfe achten.
  • Frischen Spargel in ein feuchtes Tuch wickeln und im Kühschrank aufbewahren. So gelagert ist er maximal drei Tage haltbar.
  • Geschälten Spargel nur für Zubereitung und Genuss am gleichen Tag kaufen.
  • Beim Einkauf für den nächsten Tag besser selber schälen. Die Schale schützt.
  • Spargel soll Licht gesehen haben: Bei weißem Spargel zu erkennen an den violetten Köpfen.
  • Richtwert pro Portion: 500 Gramm.
  • Händler sollten Spargel nicht in die Sonne stellen.

Welches Getränk ist der ideale Begleiter? Natürlich Mineralwasser. Christiane James empfiehlt in Dortmund auch ein herbes Bier. Wer den passenden Wein sucht, sollte Matthias Hilgering vom Weinhaus Hilgering am oberen Westenhellweg und der Dortmunder Genussgilde folgen. Der 49-Jährige empfiehlt einen Silvaner aus Franken. Als Klassiker.

Es geht auch anders: „Gut und modern ist ein grüner Veltliner aus Österreich“, sagt der Wein-Profi. Ein guter begleitender Wein dürfe nicht zu tief und nicht zu komplex sein. Sonst würde er die feinen Spargel-Aromen überlagern.

Spargel-Ernte langsam steigern

Fürs Erste will Tobias Erve 900 Kilogramm verkaufen und den Ertrag in den kommenden Jahren behutsam auf das Dreifache erhöhen. Ende Juni endet die erste Ernte. Später bilden die Pflanzen auf dem Feld ein feines grünes Kraut aus. Es versorgt die im Erdreich immer größer werdenden Wurzeln mit wichtigen Nährstoffen. Die sind dann für das Wachstum in den folgenden Jahren wichtig.

Richtig zubereitet, ist Spargel ein echter Genuss. Hier geht es zu einem Rezept.

  • Den Steffenhof in Benninghofen gibt es seit über 15 Jahren. Die Familie Erve verkauf Lebensmittel auf eigener Produktion und von Höfen aus der Region.
  • 2017 ernteten die Spargelanbauer in Deutschland rund 127.800 Tonnen Spargel. Das sind 6 Prozent mehr als 2016.
  • Für 2018 erwartet die Landwirtschaftskammer NRW erneut eine gute Ernte.
  • Auf einer Anbaufläche von insgsamt 23.100 Hektar ist der Spargel mit Abstand das wichtigste Gemüse im deutschen Freilandbau.
  • Das Statistische Bundesamt hat berechnet: 87 von 100 Spargelstangen stammen aus der Heimat. Der Anteil anderer Gemüsesorten liegt bei nur circa 50 Prozent.
  • Der klassische weiße Bleichspargel erreicht einen Marktanteil von 88 Prozent. Grüner Spargel ist bei jungen Käufern beliebt.

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Tobias Erve Steffenhof Grüner Spargel Foto Banderm
Tobias Erve zeigt eine handvoll grünen Spargel aus dem Anbau in Benninghofen. In dieser Saison will er rund 900 Kilogramm verkaufen und in den nächsten Jahren den Ertrag langsam steigern.

Foto: Peter Bandermann

Spargelfeld Steffenhof Auf dem Mühlenhofe Foto Ban
Unter der weißen Folie wächst unter Gewächshaus-Bedingungen auf Dortmunder Erde der grüne Spargel an.

Foto: Peter Bandermann

Grüner Spargel Steffenhof Spargelfeld Foto Banderm
Der Anbau auf dem Feld in Benninghofen soll im ersten Jahr eine Ernte von rund 900 Kilogramm liefern.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Benninghofen Foto Bandermann (1)
Der Steffenhof und sein Hofladen liegen mitten in Benninghofen.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Foto Bandermann (2)
Der Hof ist seit Jahrhunderten ein Familienbetrieb.

Foto: Peter Bandermann

Grüner Spargel Steffenhof Foto Bandermann (8)
Grüner Spargel vom Steffenhof: Das Edelgemüse ist auch bei jungen Genießern sehr beliebt.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Kartoffeln Foto Bandermann (5)
Auch die Kartoffeln stammen aus regionalem Anbau. Der Lieferant ist der Familie Erve persönlich bekannt.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Gemüse Foto Bandermann (6)
Das Gemüse stammt aus der Region.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Gemüse Foto Bandermann (5)
Blick in den Dortmunder Steffenhof.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Gemüse Foto Bandermann (4)
Obst und Gemüse stammen aus regionalem Anbau.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Foto Bandermann (7)
Hofladen-Gründer Matthias Erve im Kundengespräch.

Foto: Peter Bandermann

Steffenhof Ferkel Foto Bandermann (15)
Ein Ferkel blickt neugierig durch den offenen Stall.

Foto: Peter Bandermann

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