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Dreiste Alkoholsünderin

DORTMUND. Gleich zwei Mal innerhalb von knapp zwei Stunden erwischten zwei Polizeibeamte eine 43-jährige Dortmunderin mit Alkohol am Steuer. Gestern musste sich die Frau vor dem Dortmunder Amtsgericht verantworten.

Die Beamten erinnerten sich: Am 7. Juli hatten sie auf der Ruhrallee eine Verkehrskontrolle gemacht – dabei hielten sie gegen 2 Uhr auch die 43-Jährige an. Weil ein erster Test vor Ort ergab, dass die Frau Alkohol getrunken hatte, nahmen die Beamten die Frau mit auf die Wache, um dort einen verlässlichen Alkoholtest zu machen. Der ergab dann 0,78 Promille – nur bis 0,5 Promille ist das Autofahren erlaubt.

Taxi gerufen

Die Beamten erzählten gestern: „Wir haben ihr gesagt, dass sie nicht mehr Auto fahren darf.“ Da die Frau das eingesehen habe, habe man ihr Schlüssel und Führerschein wieder zurückgegeben. Und ihr ein Taxi gerufen. „Allerdings haben wir dann gesehen, dass das Taxi ohne sie wegfuhr“, sagte die 28-jährige Beamtin. Also schauten sie nach dem von der Polizistin am Südbad abgestellten Fahrzeug der 43-Jährigen – das war jedoch verschwunden. Die Beamten fuhren um kurz vor vier zur Wohnung der Angeklagten – auf dem Weg dorthin kam ihnen die Frau im PKW entgegen. Sie musste wieder zum Alkoholtest – 0,66 Promille.

Bußgeld

Die Verkäuferin schilderte jene Nacht anders: Nach der ersten Verkehrskontrolle habe man ihr gesagt, sie habe 0,39 – die Einheit hatte sie nicht gehört. Es waren Milligramm pro Liter, nicht Promille – für die Promillezahl muss der Milligrammwert verdoppelt werden. „Ich dachte, ich darf noch fahren – und als ich Führerschein und Schlüssel wiederbekam, dachte ich, alles ist in Ordnung“, beteuerte sie. Nur deshalb sei sie wieder ins Auto gestiegen. Der Richter sah das anders: Nach dem Rufen des Taxis und dem Abstellen ihres Autos durch die Polizistin hätte ihr klar sein müssen, dass sie nicht mehr fahren durfte. Er verurteilte die Frau zu einem Bußgeld von 625 Euro und zwei Monaten Fahrverbot.

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