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Anklage wegen Betrugs und Urkundenfälschung

Dortmunder erschlich sich Kredite mit falschen Evonik-Verträgen

Dortmund/Bochum Mit gefälschten Verdienstabrechnungen des BVB-Hauptsponsors „Evonik“ sollen sich zwei Dortmunder bei einer Bank Kredite von mehr als 70.000 Euro erschwindelt haben. Seit Donnerstag steht das Duo in Bochum vor Gericht. Zum Auftakt gab es Geständnisse.

Der 36-jährige Hauptangeklagte gab sofort nach der Anklageverlesung über seinen Verteidiger Dieter Kaufmann zu, in den Betrub mit gefälschten Abrechnungen verstrickt gewesen zu sein. Aus seinem Bekanntenkreis will er irgendwann mal erfahren haben, dass es bei einer Bank einen Angestellten namens „Mario“ gebe, der bei der Kreditvergabe nicht so ganz genau hinsehen soll. Außerdem habe ihm ein Bekannter seinen alten Arbeitsvertrag beim Spezialchemie-Unternehmen „Evonik“ zur Verfügung gestellt.

Die Info um die „Lücke“ beim BVB-Anteilseigner und den Arbeitsvertrag als Vorlage habe er anschließend dazu genutzt, mehreren eigentlich kreditunwürdigen Personen einen fünfstelligen Kredit bei der Bank zu „vermitteln“. Und damit die neuen Kunden auch definitiv eine positive Antwort erhalten, habe er zuvor auch einen professionellen Dokumenten-Fälscher über den abgelaufenen Arbeitsvertrag gucken lassen. Der Angeklagte: „Der Mann hat dann den Verdienst im Vertrag nach oben frisiert.“

Es geht um 76.000 Euro ergaunerte Kredite

Laut Staatsanwaltschaft geht es um den betrügerischen Abschluss von mindestens drei Krediten im Volumen von insgesamt rund 76.000 Euro. In einem Fall konnte die Auszahlung des Kredits in Höhe von 31.000 Euro noch in letzter Sekunde gestoppt werden.

Die Anklage lautet auf Betrug und Urkundenfälschung. Neben den beiden Dortmundern (29 und 36) sitzt auch noch ein Mann (32) aus Essen auf der Anklagebank. Der Prozess wird fortgesetzt.

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