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Start-Up Smartvie will weiter wachsen

Dortmunder Alternative zu Amazon und Ebay verkauft Anteile

Dortmund Das junge Unternehmen Smartvie aus dem Dortmunder Hafenviertel will weiter wachsen. Klappen soll das mit einem Konzept, das eine Mischung aus Ebay und Amazon ist. Geschäftsführer Mustafa Azim sucht jetzt Unterstützung.

Dortmunder Alternative zu Amazon und Ebay verkauft Anteile

Mustafa Azim stellt als Geschäftsführer das Konzept von Smartvie vor. Foto: Smartvie

Die blanken Zahlen sehen eigentlich ganz gut aus. 14 Mitarbeiter hat Smartvie, drei große Privatinvestoren, ein sechsstelliges monatliches Verkaufsvolumen. Die vier Gründer des Unternehmens könnten also zufrieden sein.

Mit Dortmundern zusammen groß werden

Mit ihrer Verkaufsplattform repräsentieren sie schließlich mehr als 600 Händler und wickeln mehr als 2000 Einkäufe pro Monat ab. Doch Smartvie will weiter wachsen. Deshalb verkaufen die Verantwortlichen noch bis zum 10. Juni Anteile ihre Firma.

„Wir wollen unter anderem Dortmundern die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen und gemeinsam groß zu werden“, sagt Mustafa Azim. Der 32-Jährige kommt eigentlich aus Hannover, hat in Paris und London Betriebs- und Volkswirtschaftslehre studiert und 2010 mit drei anderen Gründern Smartvie ins Leben gerufen. Die Firma hat ihren Sitz mittlerweile an der Mallinckrodtstraße und Mustafa Azim ist als Geschäftsführer vor allem für die Finanzen und die IT zuständig.

Das große Plus: mehr Sicherheit

Smartvie verkauft auf seiner Plattform alles Mögliche von Autozubehör bis Tierbedarf, ähnlich wie Amazon und Ebay. Punkten will das Unternehmen vor allem mit dem Service. Weil alle Verkäufer, die ihre Waren über Smartvie verkaufen, geprüft sind, soll mehr Sicherheit für den Kunden gewährleistet werden. Bislang habe es bei 20.000 Transaktionen keinen Ausfall gegeben, sagt Mustafa Azim.

Vereinfacht gesagt, funktioniert Smartvie wie folgt: Händler bieten ihre Waren an, Smartvie wickelt als Schnittstelle den Verkauf ab. Der Verkäufer bekommt das Geld ohne Umwege, der Käufer kann sich bei Rückfragen an Smartvie wenden und kann trotz verschiedener Händler alles in einen virtuellen Einkaufskorb stecken und muss nur einmal bezahlen. Es scheint, als komme das Konzept an. „Mittlerweile kommen die Händler auch schon auf uns zu“, sagt Azim.

Offensiv auch in sozialen Netzwerken

Nun soll also alles größer werden. Ähnlich wie bei einem Aktiengang können Kleinanleger, Interessierte und Neugierige ab 50 Euro Anteile kaufen. Azim bezeichnet das als „Alternative zu Aktien und Immobilien“.

Steigt der Wert des Unternehmens, steigen auch die persönlichen Anteile im finanziellen Wert, so die vereinfachte Rechnung. Auch in den sozialen Netzwerken wirbt Smartvie offensiv. „Gemeinsam mit Dir bieten wir Amazon und Ebay die Stirn! (...) Zeig’s den Großen!“, heißt es zum Beispiel in einem Twitter-Beitrag vom 8. Mai.

Das große Ziel sind 1 Million Euro

Seit Mitte April läuft die Finanzierungskampagne auf „Seedrs“, einer reglementierten und autorisierten Plattform für Crowdfunding-Projekte. Zunächst sollen in einer ersten Runde bis zum 10. Juni 100.000 Euro zusammenkommen.

„40 Prozent der Schwelle haben wir bereits überschritten“, sagt Mustafa Azim. Bis Ende des Jahres sollen noch einmal 150.000 Euro dazu kommen. In zwei Jahren will das Unternehmen auf insgesamt 1 Million Euro an Mitteln für die Wachstumsfinanzierung kommen.

Frühestens 2019 soll es ins Ausland gehen

2018 soll das Geld vor allem in das Branding, also die Entwicklung der Marke, und in Werbung fließen, damit Smartvie in Deutschland bekannter wird. Man habe insbesondere in den kommenden Monaten noch viele Hausaufgaben zu erledigen, sagt Azim.

Wenn das nötige Geld reinkommt, will Smartvie weiter wachsen und sich in Österreich, Frankreich und Großbritannien etablieren. Der Angriff auf den internationalen Markt soll aber frühestens 2019 kommen. Bis dahin gehen im besten Fall noch viele Anteile an neue Besitzer.

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